Von Markus Hermannsdorfer
New York City bietet Tausende spannende Angebote für Kinder. Festivals, Abenteuerspielplätze, Museen, Parks, Theater, Zirkusse - mit immer neuen Ideen locken sie junge Besucher an. Aber ist das ein Grund, Kinder mutterseelenallein durch die Großstadt irren zu lassen? Natürlich nicht, denn die Erwachsenen wissen, dass es dort auch noch ganz andere Dinge gibt: Pornografie, Verbrechen, Drogen, Gewalt, Abzocke und Ähnliches.
Um zu verhindern, dass Kinder in New York unter die Räder geraten, informieren sich Eltern vorher über kindgerechte Angebote und Gefahren. Kleinkinder nehmen sie an die Hand und führen sie direkt zum Ziel. Den Größeren bringen sie bei, wie sie alleine zur Schule finden, sich selbst vor Gefahren schützen und in gefährlichen Situationen richtig reagieren.
Elternteil: Der beste Schutz sind Sie
Wie eine Metropole ist auch der Cyberspace voller spannender, aber auch gefährlicher Angebote. Deshalb funktioniert der Kinderschutz im Internet genauso wie der in New York. Eltern, die nicht wissen was in der Stadt los ist, übersehen Angebote, die dem Nachwuchs helfen, die Welt zu entdecken oder ihm später ungeahnte berufliche Möglichkeiten eröffnen. Und sie übersehen auch die drohenden Gefahren.
Deshalb gilt grundsätzlich: Sehen Sie sich erst selbst im Internet um, bevor Sie Ihre Kinder lossurfen lassen. Unter gar keinen Umständen sollten Sie sich allein auf die Werbeversprechen der Software-Industrie verlassen. Kinderschutzprogramme entsprechen etwa der Fußgängerampel in New York. Die schützt das Kind, solange es sich an die Verkehrsregeln hält. Eine Garantie dafür, dass es niemals bei Rot über die Straße laufen wird, gibt es aber nicht.
Kindgerecht: Das Verhalten zählt
Anders als die Regeln im Straßenverkehr müssen die Internetschutzmaßnahmen dem Alter und Verhalten des Kindes angepasst werden. Kleinkinder wollen nur eine Taste am PC drücken und sehen, was passiert. Deshalb reicht hier ein einfacher Schutz aus, etwa durch ein Browser-Plug-in. Im Schulalter interessieren sich Kinder für Rock- und Fernsehstars, suchen nach Hilfe bei den Hausaufgaben oder Infos zu Dinosaurieren und Autos. Das macht sie zu idealen Opfern der Abofallen-Abzocker. Jugendliche schließlich entdecken ihre Sexualität - und natürlich auch die entsprechenden Angebote im Internet. Sie treten Social Communitys bei und verabreden sich per Chat oder SMS. Außerdem widmen sie sich vielleicht Egoshootern oder treiben sich stundenlang in Strategie- und Rollenspielwelten herum.
Effektiven Schutz bietet Aufklärung durch die Eltern - und eine Zeitschaltung am PC. In allen Fällen empfiehlt sich ein Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten für die Kinder. Es kann vom Administrator - sprich: den Eltern - leicht kontrolliert werden und schützt zudem vor Malware.
Ausgewählte Webseiten, mögliche Filtersoftwar, allgemeine Verhaltenstipps - das Computermagazin "Chip" erklärt, welche Schutz-Maßnahmen für welche Altersstufe geeignet sind.
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