Raubkopie-Verdacht Großrazzia gegen Kinox.to-Betreiber

Schlag gegen mutmaßliche Raubkopierer: Ermittler haben in vier Bundesländern Razzien gegen die Betreiber der Film-Webseite Kinox.to durchgeführt. Die Hauptverdächtigen sind nach SPIEGEL-Informationen auf der Flucht.

Kinox.to: Ermittler gehen gegen Betreiber der Webseite vor

Kinox.to: Ermittler gehen gegen Betreiber der Webseite vor


Sächsische Ermittler haben vorige Woche im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Dresden in einer groß angelegten Razzia die Betreiber des Onlineportals Kinox.to aufzuspüren versucht. Die Seite, die auf illegal kopierte Medieninhalte wie aktuelle Kinofilme verlinkt, rangiert unter den Top 50 der von Deutschland aus besuchten Webangebote. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Heft 44/2014
Der IS-Vormarsch und der einsame Kampf der Kurden

Eine Spezialeinheit stürmte ein Wohnhaus in einem Ort nahe Lübeck, in dem die Hauptbeschuldigten, zwei Brüder im Alter von 25 und 21 Jahren, bei ihren Eltern leben. Die Staatsanwaltschaft wirft den Brüdern, die nicht angetroffen wurden, neben gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung und Steuerhinterziehung auch räuberische Erpressung und Brandstiftung vor. Zwei weitere Haftbefehle gegen führende Köpfe wurden im Raum Neuss und in Düsseldorf vollstreckt.

Durchsuchungen in vier Bundesländern

Insgesamt durchsuchten Fahnder sechs Wohn- und Geschäftsräume in vier Bundesländern. Bei einem Zahlungsdienstleister in Berlin seien "Vermögenswerte sichergestellt" worden, so der Dresdner Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein. Nach den Brüdern werde nun "europaweit gefahndet".

Die mutmaßlichen Kinox.to-Betreiber unterhielten offenbar bereits Kontakte zu den Machern des Vorläufers Kino.to, die teils zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Außer der fast identischen Nachahmerseite sollen sie eigene Filehoster wie Freakshare.com und Bitshare.com betrieben haben, also Speicherdienste, auf denen die häufig illegalen Inhalte lagern. Geld verdienten die Beschuldigten demnach mit Abo-Modellen für diese Filehoster sowie mit Onlinewerbung. Allein die Höhe der hinterzogenen Steuergelder taxieren die Ermittler auf mehr als eine Million Euro.

In einer Mail an ihre Mitglieder sprach die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) von einem "illegalen" und "rein kommerziellen" System. Die GVU rechnet den Beschuldigten weitere Angebote zu - darunter das Portal Movie4k.to sowie Seiten wie Boerse.sx und Mygully.com, über die raubkopierte Spiele, Software und E-Books angeboten werden.



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insgesamt 276 Beiträge
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anonym187 25.10.2014
1. ich bezweifel sehr, dass soviel aufwand auch bei Kinderpornographie
gemacht wird. Hollywood und Co. machen Milliarden Geschäfte, da lohnt es sich doch eher härter einzugreifen. Oder warum verhaftet man nicht Salafisten, die in Deutschland oder in Europa ihre Propaganda verbreiten, anstatt den Focus nur auf sowas zu legen. Die Relation stimmen doch einfach nicht!
ManePaleon 25.10.2014
2. Spezialeinheit
Zitat: Spezialeinheit stürmte ein Wohnhaus .......Alter von 25 und 21 Jahren, bei ihren Eltern leben" Ohja... da muss man mit einer Spezialeinheit eine Wohnung stürmen, die beiden Brüder waren bestimmt mit mehreren AKs Bewaffnet. Ich möchte das ja nicht verharmlosen, aber gibt es nicht Verbrechen, wo eine Spezialeinheit eher gebraucht wird, als bei zwei Nerds? Vielleicht sollte man die Kinos auch mal wieder günstiger machen, damit man es sich wieder leisten kann, dort rein zu gehen. Wenn ich mit Frau + Kind ins Kino gehe, sind mal schnell 80 Euro weg...allein für die Karten zahlst du mal gut 30 - 40 Euro (3d, überlänge, etc....)
garalor 25.10.2014
3.
"raub"Kopie? Lobby begriff... wenn dann bitte schon eher Schwarzkopie. Mit einem "Raub" hat das nämlich nix zu tun
tadamtadam 25.10.2014
4. aha...
... außerdem räuberische erpressung und brandstiftung... vielleicht kommen dann endlich die piratenfanboys hier im forum auch mal auf die idee, dass gewerbsmäßige missachtung von urheberrecht organiserte kriminalität ist und die protagonisten ins gefängnis gehören und definitiv keine säulenheiligen der sharing-kultur sind.
chwe 25.10.2014
5. Steuergelder im Einsatz
.. wenn es um die Sicherung der Gewinnziele amerikanischer Konzerne geht.Wuerde sich die Polizei auch bei Einbruechen so in's Zeug legen koennten wir wieder ruhig schlafen.
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