Treffen mit EU-Abgeordneten Mark Zuckerberg kommt nach Brüssel

Vor dem US-Kongress hat Mark Zuckerberg zum Datenskandal um Facebook bereits ausgesagt. Bisher zierte er sich aber, Fragen von EU-Parlamentariern zu beantworten. Nun hat er es sich anders überlegt.

Mark Zuckerberg bei einer Anhörung in Washington
AP

Mark Zuckerberg bei einer Anhörung in Washington


Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich bereit erklärt, Vertreter des EU-Parlaments zu Gesprächen über die Datenmissbrauchsaffäre bei Facebook zu treffen. Zuckerberg habe die Einladung des Parlaments angenommen und werde "so bald wie möglich, hoffentlich schon nächste Woche" nach Brüssel kommen, erklärte Parlamentspräsident Antonio Tajani am Mittwoch. Eine entsprechende Erklärung veröffentlichte er auch auf Twitter:

Facebook bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Einladung angenommen wurde. "Wir schätzen die Gelegenheit zum Dialog", erklärte das Unternehmen.

Zuckerberg hatte zunächst angeboten, Facebook-Manager Joel Kaplan nach Brüssel zu schicken. Das EU-Parlament wollte sich damit aber nicht zufriedengeben.

Schon im US-Kongress befragt worden

Vor dem US-Kongress ist Zuckerberg bereits Mitte April aufgetreten. In zwei Anhörungen stellte er sich den Fragen von US-Politikern und gestand Fehler ein.

Facebook hatte eingeräumt, dass Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern des sozialen Netzwerks bei der britischen Firma Cambridge Analytica gelandet sind. Es gibt den Verdacht, dass sie unerlaubt für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump ausgeschlachtet worden sind. Dass die Daten dafür verwendet wurden, ist aber nicht bewiesen. In Europa waren laut Facebook bis zu 2,7 Millionen Nutzer von der nicht von Facebooks Regeln gedeckten Datenweitergabe betroffen.

gru/AFP



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