Melderegister: Städte machen Millionen mit Datenhandel

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4. Teil: Absolute Einnahmen und Auskünfte 2011, alle Daten zum Download

Pendler: Bürger müssen Meldeämtern Auskunft geben, die dürfen Adressdaten weitergeben Zur Großansicht
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Pendler: Bürger müssen Meldeämtern Auskunft geben, die dürfen Adressdaten weitergeben

Die Rohdaten mit Zahlen aus den Jahren 2009, 2010 und 2011 können Sie hier als XLS-Dokument herunterladen. Die Zahlen einiger Städte sind nur eingeschränkt mit den anderen Daten vergleichbar, die Anmerkungen dazu finden Sie in der Flash-Übersicht und im XLS-Dokument.

Einfache Melderegisterauskünfte: Erteilte Auskünfte und Einnahmen 2011
Berlin: 3.499.879 Einwohner | 1.065.000 Auskünfte | 1.337.000 €
Hamburg: 1.798.836 Einwohner | 227.749 Auskünfte | 1.940.179 €
München: 1.378.176 Einwohner | 218.927 | keine Angaben
Köln: 1.017.155 Einwohner | 337.294 Auskünfte | 885.320 € | 53,66 % private
Frankfurt am Main: 691.518 Einwohner | 175.000 Auskünfte | 500.000 €
Stuttgart: 613.392 Einwohner | 170.000 Auskünfte | 650.000 €
Düsseldorf: 592393 Einwohner | 184.487 Auskünfte |550.386 €
Dortmund: 580.956 Einwohner | 194.000 Auskünfte | 542.000 € | 57,22 % Private
Essen: 573.468 Einwohner | 220.000 Auskünfte | 465.000 €
Bremen: 548.319 Einwohner | keine Angaben | 199.464 €
Dresden: 529.781 Einwohner | 126.400 Auskünfte | 106.821 € | 27,19 % Private
Leipzig: 531.809 Einwohner | 84.220 Auskünfte | 462.000 €
Hannover: 526.296 Einwohner | 270.000 Auskünfte | 460.000 €
Nürnberg: 510.602 Einwohner | 69.547 Auskünfte | 500.000 €
Duisburg: 488.005 Einwohner | keine Angaben | 550.000 €
Bochum: 373.976 Einwohner | 73.685 Auskünfte |175.584 €
Wuppertal: 349.470 Einwohner | 128.000 Auskünfte | 464.000 € | 45,31 % Private
Bonn: 327.913 Einwohner | 99.000 Auskünfte | 200.000 €
Bielefeld: 323.395 Einwohner | 52.177 Auskünfte | 98.000 €
Mannheim: 314.931 Einwohner | 93.150 Auskünfte | 417.000 €
Karlsruhe: 297.488 Einwohner | 199.340 Auskünfte | 203.822 €
Münster: 291.754 Einwohner | keine weiteren Angaben
Wiesbaden: 278.919 Einwohner | 78.567 Auskünfte | 229.067 € | 38,19 % Private
Augsburg: 266.647 Einwohner | keine weiteren Angaben
Aachen: 260.454 Einwohner | 30.000 Auskünfte | 210.000 €
Mönchengladbach: 257.208 Einwohner | keine weiteren Angaben
Gelsenkirchen: 256.652 Einwohner | 94.065 Auskünfte | keine Angaben
Braunschweig: 250.665 Einwohner | 31.869 Auskünfte | 200.000 €
Chemnitz: 243.173 Einwohner | 43.943 Auskünfte | 128.160 €
Kiel: 242.041 Einwohner | 51.656 Auskünfte | 260.190 € | 81,82 % Private
Krefeld: 234.396 Einwohner | keine weiteren Angaben
Halle: 233.705 Einwohner | 11.652 Auskünfte | 58.058 €
Magdeburg: 232.364 Einwohner | 89.205 Auskünfte | 184.393 €
Freiburg: 229.144 Einwohner | 85.853 Auskünfte | 132.780 € | 25,4 % Private
Oberhausen: 212.568 Einwohner | keine weiteren Angaben

Meldedaten: Auskünfte und Einnahmen 2011
Einwohner Einfache Auskünfte Auskünfte je Einwohner Einnahmen Anteil Auskünfte an Private 2011 (%)
Berlin 3.499.879 1.065.000 0,304 1.337.000 65,07 %
Hamburg 1.798.836 227.749 0,127 1940179
München 1.378.176 218.927 0,159 keine Angaben
Köln 1.017.155 337.294 0,332 885.320 53,66 %
Frankfurt am Main 691.518 175.000 0,289 500.000
Stuttgart 613.392 170.000 0,277 650.000
Düsseldorf 592.393 184.487 0,311 550.386
Dortmund 580.956 194.000 0,334 542.000 57,22 %
Essen 573.468 220.000 0,384 465.000
Bremen 548.319 keine Angaben keine Angaben 199.464
Dresden 529.781 126.400 0,239 106.821 27,19 %
Leipzig 531.809 84.220 0,158 462.000
Hannover 526.296 270.000 0,513 460.000
Nürnberg 510.602 69.547 0,136 500.000
Duisburg 488.005 keine Angaben keine Angaben 550.000
Bochum 373.976 73.685 0,197 175.584
Wuppertal 349.470 128.000 0,366 464.000 45,31 %
Bonn 327.913 99.000 0,302 200.000
Bielefeld 323.395 52.177 0,161 98.000
Mannheim 314.931 93.150 0,296 417.000
Karlsruhe 297.488 199.340 0,67 203.822
Münster 291.754 keine Angaben keine Angaben keine Angaben
Wiesbaden 278.919 78.567 0,282 229.067 38,19 %
Augsburg 266.647 keine Angaben keine Angaben keine Angaben
Aachen 260.454 30.000 0,115 210.000
Mönchengladbach 257.208 keine Angaben keine Angaben keine Angaben
Gelsenkirchen 256.652 94.065 0,367 keine Angaben
Braunschweig 250.665 31.869 0,127 200.000
Chemnitz 243.173 43.943 0,181 128.160
Kiel 242.041 51.656 0,213 260.190 81,82 %
Krefeld 234.396 keine Angaben keine Angaben keine Angaben
Halle 233.705 11.652 0,05 58.058
Magdeburg 232.364 89.205 0,384 184.393
Freiburg im Breisgau 229.144 85.853 0,375 132.780 25,4 %
Oberhausen 212.568 keine Angaben keine Angaben keine Angaben

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insgesamt 172 Beiträge
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1. datenhandel
nil75 07.09.2012
Zitat von sysopDPA4,5 Millionen Auskünfte, mehr als 12 Millionen Euro Umsatz im Jahr: SPIEGEL ONLINE hat untersucht, wie viele Einwohnerdaten die größten deutschen Städte verkaufen und was ihnen das einbringt. Die Bürger können sich kaum wehren. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,854146,00.html
Wenn der Staat sogar Bankdaten kaufen darf und dafür bejubelt wird, darf er doch wohl auch mit viel harmloseren Daten des Einwohnermeldeamtes handeln. Wo ist das Problem?
2. Angebrachte Reaktion?
murmel57 07.09.2012
Ich ärgere mich auch wenn ich an mich persönlich adressierte Werbeschreiben im Briefkasten finde. Weiß jemand ob es erlaubt ist diese Werbung an den Absender auf seine Kosten zurück zu schiken mit dem Hinweis man hätte nie der Werbung zugestimmt? Z.b. in dem beigefügten Umschlag mit dem Text "Gebühr zahlt Empfänger".
3. Rechtlich unzulässig!
Federal-States-Of-Europe 07.09.2012
Der Datenhandel durch Behörden ist rechtlich nicht zulässig. Dem übersteht die sogenannte "Informationelle Selbstbestimmung", die gesetzlich geregelt ist. Hier mehr: BrainluxContor: Google-Hupf oder Pustekuchen ? (http://brainlux-contor.blogspot.de/2010/10/google-hupf-oder-pustekuchen.html)
4. in Wien
ewoewo 07.09.2012
verdienen sie damit und mit Prostituion. Ich mag das nicht... die nennen das Integration... oder Vermoegensberatung oder Arbeit... ich denke es ist strafbar und sie sollen hinter gItter nicht ihre Opfer...
5. Wie kann ich widersprechen
dalir 07.09.2012
Hat jemand Ahnung, wo und wie man korrekt der Datenweitergabe widersprechen kann?
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Grundsatzurteile zum Datenschutz
Informationelle Selbstbestimmung
15. Dezember 1983: Karlsruhe kippt mit dem erstmals ausgesprochenen "Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung" das Volkszählungsgesetz. Damit hätten Daten ans Melderegister, an Bundes- und Landesbehörden, an Gemeinden und deren Verbände weitergegeben werden dürfen. Das Volkszählungsurteil ist wegweisend für den Datenschutz.
Großer Lauschangriff
3. März 2004: Der sogenannte Große Lauschangriff verletzt nach Auffassung des Bundesverfassungsgericht die Menschenwürde und ist deshalb im Wesentlichen verfassungswidrig. Die 1998 eingeführte akustische Überwachung von Wohnungen muss an deutlich strengere Voraussetzungen geknüpft werden. Die Richter mahnen einen stärkeren Schutz der Privatsphäre an.
Online-Durchsuchungen
27. Februar 2008: Für Online-Durchsuchungen setzt das Bundesverfassungsgericht hohe rechtliche Hürden. Das heimliche Ausspähen der Computerfestplatte ist nur zulässig, "wenn tatsächliche Anhaltspunkte einer konkreten Gefahr für ein überragend wichtiges Rechtsgut bestehen". Eine entsprechende Befugnis des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes sei nichtig. Mit dieser Entscheidung schaffen die Richter ein Computergrundrecht, das "Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme".


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