Millionenstrafe: Disney-Tochter sammelte illegal Kinderdaten

Die Firma Playdom hat Hunderttausende Daten von Kindern gesammelt, die sich auf Onlinespiele-Seiten des Konzerns angemeldet hatten. US-Behörden haben die Disney-Tochter nun abgemahnt - und zu einem Bußgeld von drei Millionen Dollar verdonnert.

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REUTERS

Bunte Disney-Welt: Kinderdaten stehen in den USA unter besonderem Schutz

Washington - Eine zum Disney-Konzern gehörende Firma für Online-Spiele hat einen Streit mit den US-Behörden über das illegale Sammeln von Daten von Kindern mit der Zahlung eines Bußgelds von drei Millionen Dollar (2,1 Millionen Euro) beigelegt. Eine entsprechende Einigung wurde am Donnerstag von der US-Handelskommission bekanntgegeben. Es ist demnach das bislang höchste Bußgeld in den USA wegen eines Verstoßes gegen das Gesetz zum Schutz der Daten von Kindern im Internet (Children's Online Privacy Protection Act).

Die Firma Playdom hatte bis zu 20 Spiele-Websites betrieben, auf denen die Kinder bei der Anmeldung ihren Namen, ihre E-Mail-Adresse, Wohnort und Instant-Messenger-Kennung angeben sollten. Dies ist aber in den USA dem Gesetz zufolge bei Kindern unter 13 Jahren nur mit Zustimmung der Eltern zulässig. Auf den Websites sollen die Daten von Hunderttausenden Kindern gesammelt worden sein. Die meisten der betroffenen Websites wurden schon geschlossen, als Disney Playdom im August vergangenen Jahres übernahm.

Wer jünger als 13 Jahre ist, darf sich bei den meisten Online-Plattformen in den USA erst gar nicht anmelden. Auch Facebook hat das Mindestalter für neue Mitglieder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf 13 Jahre festgelegt. Das soziale Netzwerk prüft bei der Neuanmeldung über eine Alterseingabe, ob das Mitglied alt genug ist. Das Problem hierbei: Viele Minderjährige umgehen die Kontrollen, indem sie einfach ein falsches Datum eingeben.

jbr/apd

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1. Na klar
S. Fischer 13.05.2011
---Zitat--- Das soziale Netzwerk prüft bei der Neuanmeldung über eine Alterseingabe, ob das Mitglied alt genug ist. ---Zitatende--- Bis du schon 13. (JA) (NEIN) (VIELLEICHT) Wähle JA und wir lassen dich rein... Unbezahlbar!
2. Vernunft und Unvernunft
ecce homo 13.05.2011
Vernünftige Lösung: Disney sammelt keine Daten wie Name und Strasse, nur damit die Kids spielen dürfen. Unvernünftige und daher reale Lösung: Jeder Internetnutzer tmuss sich in Zukunft biometrisch authentifizieren, bevor er im Netz surfen kann und bekommt dann dank Webfilter nur die Seiten zu sehen, die für ihn zulässig sind und bei der Registrierung auf Spiele-Seiten werden automatisch und fälschungssicher die Meldedaten übertragen.
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  • Freitag, 13.05.2011 – 09:58 Uhr
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