Berlin - Europa und seine Mitgliedstaaten ringen um ein Sicherheitskonzept für das Internet. Cyber-Terrorismus, Internetvandalen, Online-Kriminelle gefährden angeblich das Internet und die von ihm abhängigen kritischen Infrastrukturen. Bloß: Der Staat allein hat nicht Know-how und Personal, diese Strukturen ohne Unterstützung zu schützen. Nötig ist internationale, behördenübergreifende, auf öffentlich-privaten Partnerschaften beruhende Zusammenarbeit.
Aber droht damit "eine massive zivil-militärische Aufrüstung des Cyberspace, in dem polizeiliche, geheimdienstliche und militärische Kapazitäten synchronisiert werden", wie Andrej Hunko von der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke befürchtet?
Zusammen mit sechs Parteikollegen wollte er in einer Kleinen Anfrage und mit über hundert Detailfragen von der deutschen Bundesregierung wissen, wie sie sich den Schutz des Internets vorstelle:
Die Antworten der Bundesregierung liegen nun vor: Kritiker einer staatlichen Kontrolle des Internets dürften sie aber kaum beruhigen. Die Antworten sind eine Bestandsaufnahme der Internet-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung, oft sehr spezifisch, manchmal ausweichend - jedenfalls bieten sie reichlich Stoff für Netzpolitik-Blogger.
Die interessantesten Informationen der Kleinen Anfrage sind eher Randbemerkungen: Zu Stuxnet, der cyberterroristischen Bedrohung Deutschlands, den irrwitzigen ungarischen Plänen eines Schengen-Internets:
fko
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