Sascha Lobos Debatten-Podcast Wie schlimm steht es um die deutsche Digitalpolitik wirklich?

In seiner Kolumne "Mensch-Maschine" nahm Sascha Lobo am Mittwoch die Wahlprogramme der Parteien auseinander. Hören Sie in Folge zwei seines Podcasts, wie er auf Kritik von Lesern antwortet.

SPIEGEL ONLINE


Unter dem Titel "Das Dauertrauerspiel" hat sich Sascha Lobo am Mittwoch mit den Netzpolitikvorschlägen in den Wahlprogrammen der Parteien auseinandergesetzt. Sein Ergebnis: "Die Pläne der Volksparteien lesen sich, als könnten sie gar nicht erwarten, nach der Wahl endlich mal ihre grandiose Digitalpolitik umsetzen zu können."

Das Problem dabei: Viele der schön formulierten Ideen hätten die Parteien in den vergangenen vier Jahren bereits umsetzen oder zumindest anpacken können, angefangen beim Breitbandausbau bis hin zum Urheberrecht im Internet oder den Themen Verschlüsselung und Verbraucherschutz.

Die reale Politik der SPD sehe schlicht und einfach anders aus als die Forderungen aus dem Wahlprogramm, schrieb Lobo. Bei der CDU sei dagegen "vor allem die Dreistigkeit bewundernswert". Der digitale Programmteil lese sich, als "sei die CDU seit 25 Jahren in der Opposition".

Etliche Leserinnen und Leser sind der Aufforderung gefolgt, im Forum von SPIEGEL ONLINE über das Thema zu diskutieren und ihre Meinung kundzutun. In Folge zwei seines neuen Debatten-Podcasts reagiert Lobo auf einige ausgewählte Leserstimmen - hier können Sie sich die Folge anhören:

Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #2. Netzpolitik im Wahlprogramm, das Dauertrauerspiel

Die digitalen Bemühungen der Parteien werden von vielen Lesern ebenfalls harsch kritisiert, ein Nutzer mahnt Lobo, nicht nur zu kritisieren, sondern auch Lösungsvorschläge anzubieten. "Solange keine Vorschläge kommen, wie man das System an der Wurzel verändern könnte, sind kritische Beiträge wie dieser gut und wichtig und interessant zu lesen und zu diskutieren. Aber es ist letzten Endes doch nur Infotainment", schreibt er. "Das geht besser, Herr Lobo."

Ein anderer merkt an, dass Lobos Ansatz, die Wahlprogramme der Parteien zu analysieren, nicht weit genug reiche. Schließlich gebe es noch andere relevante Grundsatzpapiere, die man auch berücksichtigen müsse.

In seinem Podcast geht Kolumnist Lobo auf solche und weitere Leserreaktionen ein.

Um diese Kolumne geht es in Sascha Lobos Podcast

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insgesamt 12 Beiträge
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Nobody X 28.07.2017
1. Dieses Thema wird anscheinend hoffnungslos überbewertet
Es ist ja durch aus verständlich, dass ein junger Mensch und Technik-Freak wie Herr Lobo den möglicherweise minderbemittelten Breitband-Ausbau in D als immenses politisches Versagen anprangert. Aber zu erwarten, dass deshalb die große Mehrheit der Wähler auf diesen Zug aufspringt und ihre Priorität dahingehend festlegt, welche Partei ein noch schnelleres Daddeln ermöglicht, wäre doch wohl ziemlich albern. Wenn es keine anderen Probleme in diesem Land gibt, dann können wir uns wirklich beglückwünschen.
darkk 28.07.2017
2. @nobody x
Naja ganz so unwichtig ist das Thema wohl nicht. Es gibt mittlerweile etliche Unternehmen, die auf eine gut ausgebaute Internetverbindung (breitband) angewiesen sind. Auch für Home-Office-Angestellte, sowie bsw. Selbständige Architekten (Versendung grosser Datenpakete), oder generell dezentral organisierte Unternehmen ist Breitband wichtig. Die ländlichen Gebiete Deutschlands werden so wirtschaftlich noch weiter abgehängt. Mal ganz davon abgesehen das der schlechte öffentliche W-Lan-Ausbau, sowie die schlechte mobile Internet-Versorgung einem technisch versietten Land wie Deutschland nicht gerade zur Ehre gereicht. Hier wird die Zukunft verschlafen.
noalk 28.07.2017
3. Die digitalen Bemühungen der Parteien werden kritisiert.
Wie soll das gehen? Was es nicht gibt, kann nicht kritisiert werden.
Berg 29.07.2017
4.
Und ich bin verblüfft, dass so eine technische Aufgabe zur Sache von politischen Parteien gemacht wird. Und dann wird noch die Partei gesucht, die Recht hat. :-) Leute, nun lasst mal die zuständigen Unternehmen, Betriebe, Organisationen handeln, und zwar nach technischen, ökonomischen, ökologischen, finanziellen, sicherheitstechnischen Gesichtspunkten, egal, welchem Parteiprogramm das entspricht.
tom_ppp 29.07.2017
5. Was erwarten
Sie bitte von einer Kanzlerin für die das Internet vor wenigen Jahren noch Neuland war. Dazu kommt das dies ein Thema ist das genauso wie Bildung und Infrastruktur erst in der Zukunft Früchte abwirft, da ist Mutti längst unter der Erde.
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