Nordrhein-Westfalen Computer im Innenministerium abgeschaltet

Im Innenministerium von Nordrhein-Westfalen sind am Mittwoch vorsorglich Computer abgeschaltet worden. Die betroffenen Mitarbeiter aus der Verwaltung waren zeitweise nur noch per Telefon erreichbar.


Eine unbekannte Software hat am Mittwoch für Wirbel im nordrhein-westfälischen Innenministeriums gesorgt. Wie ein Sprecher der Behörde der Nachrichtenagentur dpa bestätigte, sind Teile der Informationstechnik in der Verwaltung vorsorglich abgeschaltet worden. Sicherheitsrelevante Systeme seien aber weder bei der Polizei noch beim Verfassungsschutz betroffen gewesen. Von einem gezielten Angriff auf Daten der Landesverwaltung werde nicht ausgegangen, teilte der Sprecher mit.

Die Mitarbeiter des Innenministeriums waren allerdings stark eingeschränkt und nur noch telefonisch zu erreichen. IT-Experten des Landeskriminalamts und Spezialisten für Computersicherheit wurden mit der Ermittlung der Ursachen beauftragt und suchten am Mittwoch noch nach einer Lösung. Andere Landesbehörden wurden gewarnt. Die Schadsoftware, um die es geht, sperrt den Computer und fordert zu einer Zahlung auf, um das Problem zu beheben.

mbö/dpa



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insgesamt 13 Beiträge
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ptb29 09.12.2015
1. Jetzt ist die Software auch in NRW angekommen?
Dieser Artikel zeigt doch nur, wie rückständig und sorglos mit der IT umgegangen wird. Jetzt fehlt nur noch, dass man sich fragt, wie eine über 5 Jahre alte Mailmasche auf einem Computer im Innenministerium NRW ankommen konnte. Kleiner Tipp: Klicken Sie hier! sollte aus unbekannten Quellen nicht geklickt werden.
Delos99 09.12.2015
2. Das Innenministerium...
Ist das nicht auch für die Polizei zuständig? Und damit auch für Cyberkriminalität? Wow, ich fühle mich gleich viel sicherer! Bestimmt kommen jetzt auch noch Forderungen der GdP, den "rechtsfreien Raum" Internet abzuschaffen und die Massenüberwachung auszuweiten. Weil... Egal, darum halt.
kay4223 10.12.2015
3. ernsthaft ?
im INNENMINISTERIUM fängt man sich den bekanntesten Virus der letzten 5 Jahre ein ? ohne Worte
cptlars 10.12.2015
4. Darf ich mal raten
cryptowall 2.0? Dann gibt es wohl keine Möglichkeit mehr die Daten zu retten...
bronck 10.12.2015
5. Rotstift
IT in der Verwaltung darf möglichst nichts kosten, soll vom Azubi nebenbei betreut werden (der ist viel billiger als ein echter Informatiker) und soll möglichst lange laufen bevor sie ersetzt wird. Hinzu kommen dann noch zig verschiedene selbstgestrickte Frickellösungen und zusammengeschusterte Programme, teils noch aus der Steinzeit der IT, welche mangels Alternative auf dampfbetriebenen Rechnern mit Uralt-Betriebssystemen weiterlaufen. Da hängen z.B. echte Museumsstücke am Netz und sind offen wie Scheunentore, nur weil man das Geld für eine neue DTP-Software sparen will. Noch fragen warum sowas dann passiert?
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