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NSA-Affäre: "Champagner!"

Das Mail-System von BlackBerry soll unknackbar sein. Doch nach SPIEGEL-Informationen kann der US-Geheimdienst NSA neben iPhones und Android-Telefonen auch diese Daten auslesen. Als Blackberry 2009 seinen Standard änderte, brauchte das britische GCHQ nur Monate, um ihn zu knacken.

Hamburg - Der US-Geheimdienst NSA kann sich Zugang zu Nutzerdaten von Smartphones aller führenden Hersteller verschaffen. In den geheimen Unterlagen des Nachrichtendiensts, die DER SPIEGEL einsehen konnte, ist unter anderem ausdrücklich von Apples iPhone, Blackberry-Geräten und Googles Betriebssystem Android die Rede. Demnach ist es der NSA möglich, nahezu alle sensiblen Informationen eines Smartphones auszulesen, etwa Kontaktlisten, den SMS-Verkehr, Notizen und Aufenthaltsorte seines Besitzers.

Den Unterlagen zufolge hat die NSA für jeden größeren Hersteller von Betriebssystemen eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet, deren Ziel es war, heimliche Zugänge zu den Innereien der Smartphones zu ermöglichen.

In internen Dokumenten brüsten sich die Experten, für den erfolgreichen Zugang zu den iPhone-Informationen reiche es, wenn die NSA den Computer infiltriere, mit dem das Telefon synchronisiert wird. Mini-Programme, sogenannten Skripte, ermöglichen anschließend den Zugriff auf mindestens 38 iPhone-Anwendungen.

"Champagner" für die Datendiebe

Ähnlich erfolgreich waren die Geheimdienstspezialisten eigenen Dokumenten zufolge bei Blackberry. Die NSA schreibt bereits 2009, dass sie den SMS-Verkehr habe "sehen und lesen" können. Als im selben Jahr Probleme auftauchten, die auf eine neu eingeführte Kompressionsmethode zurückgingen, brauchte die zuständige GCHQ-Abteilung nur wenige Monate, um auch diese wieder zu knacken. Im März 2010 sei das Problem schließlich gelöst gewesen, heißt es in einem britischen Geheimpapier dazu. "Champagner!", lobten sich die Analysten selbst.

Den Dokumenten zufolge will die NSA auch den Zugang zum besonders gesicherten Blackberry-Mailsystem erlangt haben. Für das kanadische Unternehmen wäre dies eine schwerer Schlag; bislang hat Blackberry stets beteuert, sein Mailsystem sei unknackbar. Auf SPIEGEL-Anfrage sagte Blackberry, es sei nicht Aufgabe des Unternehmens, zur angeblichen Überwachung durch Regierungen Stellung zu nehmen. Es gebe keine einprogrammierte "Hintertür", die Nutzer könnten beruhigt sein.

Die vom SPIEGEL eingesehenen Materialien legen den Schluss nahe, dass es sich nicht um Massenausspähungen handelt, sondern um zielgerichtete, teils auf den Einzelfall maßgeschneiderte Operationen, die ohne Wissen der betroffenen Unternehmen laufen.

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insgesamt 75 Beiträge
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1. logisch
AugustQ 07.09.2013
der Blackberry war das Tamagochi der Manager. wer an die internen Kommunikation innerhalb bestimmter Firmen interessiert war, der mussste an dieses Mailsystem ran.
2. Champagner!
FrederikMore 07.09.2013
Da sage einer noch, die Amerikaner wüssten nicht zu feiern!
3.
behr22 07.09.2013
Eigentlich ist es auch die Aufgabe genau so etwas zu verhindern, da sie auch die Aufgaben wie der BSI in Deutschland haben. Wenn die NSA das kann, dann ist es vielleicht auch für Kriminelle möglich
4. ja ja
Stabhalter 07.09.2013
Zitat von sysopAPDas Mail-System von BlackBerry soll unknackbar sein. Doch nach SPIEGEL-Informationen kann der US-Geheimdienst NSA neben iPhones und Android-Telefonen auch diese Daten auslesen. Als der Durchbruch gelang, versetzte das die zuständigen Abteilungen in Feierlaune. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/nsa-kann-auch-iphone-blackberry-und-android-telefone-auslesen-a-920963.html
und die Merkel nennt ein Land das uns ausschnüffelt unseren Freund,na dann braucht man keine Feinde zuhaben,aber das ist halt Merkel live und in Farbe in bester DDR Qualität.
5. ...Ultraschall
artoe 07.09.2013
...,niemand ist sicher,Fötus im Mutterleib abgehört
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