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Spähaffäre: NSA kauft Infos über Sicherheitslücken bei französischer Firma

NSA-Chef General Keith B. Alexander: Schwachstellen suchen und nutzen Zur Großansicht
AP/dpa

NSA-Chef General Keith B. Alexander: Schwachstellen suchen und nutzen

Je schwächer das System, desto leichter hat es die NSA: Laut einem jetzt veröffentlichten Dokument soll der Geheimdienst bei der Sicherheitsfirma Vupen Informationen über Schwachstellen und Lücken gezielt einkaufen.

Ein Vertrag ist an die Öffentlichkeit gekommen, laut dem der amerikanische Geheimdienst NSA Informationen über Schwachstellen bei der französischen Sicherheitsfirma Vupen einkauft. Der Vertrag stammt aus dem Jahr 2012 und wurde auf eine Anfrage im Rahmen des Freedom of Information Acts (FOIA) öffentlich. Die Aktivistin Heather Akers-Healy hatte sich nach allen Verträgen zwischen dem Geheimdienst und Vupen erkundigt - und zwar aus den vergangenen zehn Jahren.

Als Antwort rückte die NSA zwar nur ein Schriftstück heraus; daraus geht aber hervor, dass die NSA einen Dienst der französischen Sicherheitsfirma abonniert hat, der über öffentlich bekannte Sicherheitslücken informiert. In dem Vertrag (PDF) ist von einem Abo über zwölf Monate die Rede.

Vupen bietet derartige Abonnements nicht nur für Regierungsorganisationen an, sondern hat auch eigene Pakete für Sicherheitsfirmen und internationale Großkonzerne im Angebot. Was die NSA für ihr Vupen-Abo bezahlt, ist dem veröffentlichten Dokument nicht zu entnehmen - die entsprechenden Passagen wurden geschwärzt.

Dass es der Geheimdienst auf Sicherheitslücken und Schwachstellen abgesehen hat, wird spätestens seit der Enthüllung Edward Snowdens angenommen, laut der die NSA auch verschiedene Verschlüsselungsstandards umgehen können soll. Eine starke Verschlüsselung an sich nämlich, da sind sich Experten sicher, kann auch nach wie vor nicht geknackt werden. Deshalb bemüht sich die NSA offenbar, Schwachstellen ausnutzen und sogar Kryptografie-Standards gezielt zu schwächen. So könnten Daten etwa schon vor der Verschlüsselung mitgelesen werden oder die Verschlüsselung sogar so schwach gemacht werden, dass sie geknackt werden kann.

juh

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1. Beihilfe zur Spionage?
EvilGenius 17.09.2013
Wenn ein x-beliebiger kleiner Hacker Sicherheitslücken an ausländische Geheimdienste verkaufen würde, wäre aber was los.
2. Warnung vor dem E-Brief
mantrid 17.09.2013
Genau deshalb, sollte man vom E-Brief der Post auch die Finger lassen, denn dort wird erst auf dem Post-Server verschlüsselt. Davor können sämtliche Daten abgegriffen, sogar verändert werden.
3. Fieslinge!
robert.c.jesse 17.09.2013
Das der Steuerzahler für all diese "Verträge & Bespitzelung" bezahlen muss, ist der blanke Hohn dieser Geschichte.
4. Jetzt ist aber wirklich genug!
zettelmeyer.freelancer 17.09.2013
Dieses Thema ist laut unserer Regierung endgültig geklärt und beendet. Der Ungehorsam mancher Presseorgane und Foristen wird nach der Wahl noch Konsequenzen haben. Die Listen zu diesen Personen liegen Herrn Friedrich schon vor!
5. Aufwachen, verdammt noch mal!
gamh 17.09.2013
Es wäre nun höchste Zeit, ausnahmslos sämtliche Verträge mit den USA aufzukündigen (nicht nur zu überprüfen!) und die Beziehungen auf neue Füsse zu stellen. Was erlaubt sich dieses Land nur gegenüber der EU und den einzelnen Mitgliedsstaaten (vielleicht mit Ausnahme GB´s). Viel beängstigender ist für mich allerdings die Tatsache, wie verhalten doch die einzelnen Regierungen und Organisationen, bis hin zu den Vereinten Nationen, reagieren, oder auch gar nicht reagieren. Was hat dieses unsägliche, moralisch unterbelichtete Land nur gegen alle in der Hand, dass sie alle wegsehen oder verharmlosen? Es ist höchste Zeit, diesem unsäglichen Treiben ein Ende zu setzen, sonst wachen wir eines Tages, und zwar in nicht allzuferner Zukunft, auf und sind quasi alle weltweit US- und GB-Untertanen, wenn es nicht vielleicht schon so ist, wir es nur noch nicht offiziell gesagt bekommen. Wacht auf, ihr Entscheider dieser Welt, was uns da künftig erwartet, ist nur noch hässlich!
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Schad- und Spähsoftware
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potenziell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.


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