NSO Group Ex-Mitarbeiter wollte israelische Hacker-Werkzeuge verkaufen

Die NSO Group ist eine berühmt-berüchtigte Cybersicherheitsfirma aus Israel. Einem ihrer Ex-Mitarbeiter wird vorgeworfen, Firmensoftware im Wert von Hunderten Millionen zum Verkauf angeboten zu haben.

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Ein ehemaliger Mitarbeiter des israelischen Cyberüberwachungsunternehmens NSO Group hat laut einer Anklage der Staatsanwaltschaft versucht, Hacker-Tools der Firma im Internet zu verkaufen - für 50 Millionen Dollar. Dem 38-jährigen Tatverdächtigen sei es darum gegangen, der israelischen Staatssicherheit zu schaden, erklärten die Staatsanwälte am Donnerstag.

Der Vorfall, der am 5. Juni mit einer Festnahme des Mitarbeiters endete, hatte beim NSO-Konzern, der rund 500 Mitarbeiter beschäftigt und dessen Wert auf 900 Millionen Dollar geschätzt wird, Unruhe verursacht. Er hätte sogar zu einem Zusammenbruch des Unternehmens führen können, heißt es.

Die NSO-Gruppe, eine der bedeutendsten Cybersicherheitsfirmen in Israel, verkauft unter der Aufsicht des Verteidigungsministeriums ihre Software an Regierungen auf der ganzen Welt. Das Unternehmen stand im Mittelpunkt einer Reihe von Kontroversen. So soll die Regierung in Mexiko versucht haben, mit NSO-Software Journalisten und Menschenrechtsaktivisten zu überwachen.

Laut der Anklage soll der ehemalige Mitarbeiter im April einen Programmcode auf seine persönliche Festplatte heruntergeladen haben. Zuvor habe sein Chef ihm gesagt, dass das Unternehmen mit seiner Arbeit unzufrieden war.

Der Code sei mehrere Hundert Millionen US-Dollar wert gewesen, heißt es. Die Festplatte mit der Raubkopie habe der Mann unter seinem Bett versteckt. Der Verdächtige habe das erbeutete Programm über das sogenannte Darknet angeboten, gezahlt werden sollte mit virtueller Währung. Ein potenzieller Käufer habe allerdings den Vorgang bei der NSO Group angezeigt und mit dem Unternehmen kooperiert.

mbö/dpa/Reuters



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