PC Fritz Windows-Piraten bezogen Raubkopien aus der Ukraine

Billige Software, große Gewinne: Im Fall der deutschen Skandalfirma PC Fritz führt eine Spur nach Osteuropa. Das Unternehmen soll mit Windows-7-Raubkopien Millionenumsätze gemacht haben.

   Facebook-Seite von PC Fritz: Windows 7 für unter 20 Euro


Facebook-Seite von PC Fritz: Windows 7 für unter 20 Euro


Nach SPIEGEL-Informationen hat PC Fritz Raubkopien aus der Ukraine bezogen. Ermittler in Deutschland und der Ukraine haben den lange in Kiew lebenden Berliner Reiko Opitz ins Visier genommen. Er steht im Verdacht, den Transport der Windows-7-Kopien aus der Ukraine nach Deutschland organisiert zu haben.

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Heft 22/2014
Amerikas letzter Sieg

Die Skandalfirma PC Fritz hatte Windows 7 zu Spottpreisen angeboten. Zum Teil lagen diese unter 70 Prozent der offiziellen Preise. Die Staatsanwaltschaft Halle ermittelt seit Mai 2013. Ende April diesen Jahres wurde Firmenchef Maik Mahlow festgenommen. Er soll über angebliche Hintermänner ausgepackt und sich als Strohmann dargestellt haben.

Bei einem dieser Hintermänner könnte es sich offenbar um Opitz handeln. Der trat in Kiew als Chefredakteur der "Berliner Tageszeitung" auf, einem Internetportal mit zweifelhafter Reputation. Opitz lancierte über die Website Schmutzattacken gegen die Oppositionsführerin Julija Tymoschenko und ihren Berliner Arzt, Lutz Harms von der Charité.

Opitz bestreitet alle Vorwürfe. Er sehe dem Ganzen "mehr als nur sonnig gelassen entgegen", heißt es in einer Stellungnahme. Er soll sich auf die Krim abgesetzt haben.

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