"Pink Panther"-Lied: Gema will 30 Euro von Neonazis kassieren

Auf einer Demonstration von Neonazis in München wurde die "Pink Panther"-Melodie abgespielt, eine Anspielung auf die Mörder der Zwickauer Terrorzelle. Nun will die Gema nach Informationen des Bayerischen Rundfunks dafür Geld sehen.

NSU-Bekennervideo: Gruß auf der Demo Zur Großansicht
dapd

NSU-Bekennervideo: Gruß auf der Demo

Geschützt von Polizisten in Rüstung und begleitet von lautstarken Gegendemonstranten zogen am 21. Januar Neonazis durch München. Mit dabei Lautsprecher, über die sie die Melodie von "Pink Panther" abspielten, wie ein Video des Bayerischen Rundfunks zeigt. Offenbar eine Anspielung auf die Zwickauer Terrorzelle, die ein Bekennervideo mit der Figur des Pink Panther produziert hatte.

Wegen dieser Provokation ermittelt die Polizei. Die Staatsschutzabteilung interpretiert die Musikeinlage als Billigung von Straftaten, womöglich auch Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener und damit als Fall für den Staatsanwalt.

Auch die Gema interessiert sich für die Neonazi-Demo. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, hat die Verwertungsgesellschaft dem Anmelder der Demonstration, einem bekannten Neonazi und NPD-Funktionär, eine Rechnung geschrieben. Genau 30,82 Euro soll der Rechtsextreme für die öffentliche Aufführung des Liedes nachträglich entrichten. Damit auch alles seine Ordnung hat.

ore

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