Hamburg - Seit Juni war der Mann auf der Flucht: Damals hatten Ermittler in Deutschland, Spanien, Frankreich und den Niederlanden Wohnungen, Geschäftsräume und Rechenzentren durchsucht, um mutmaßliche Betreiber des Raubkopie-Portals kino.to und dazugehöriger Streaming-Dienste zu verhaften.
Zwölf mutmaßliche Betreiber nahm die Polizei im Juni fest, den nun verhafteten Beschuldigten suchten Polizeibeamte einer sächsischen Sonderermittlungseinheit seitdem. Wie die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzung (GVU) nun mitteilt, wurde der Mann am Sonntag in Niedersachsen festgenommen.
Der Beschuldigte ist laut der Generalstaatsanwaltschaft Dresden dringend verdächtig, als Betreiber eines Filehosters in großem Umfang Raubkopien von Filmen über kino.to öffentlich verbreitet zu haben. Angeblich soll er am Aufbau und Betrieb eines Nachfolgeportals beteiligt gewesen sein.
Den Beschuldigten im kino.to-Verfahren wird vorgeworfen, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte die Website, auf der widerrechtlich ins Netz gestellte Kinofilme und Serien verlinkt waren, rund vier Millionen Besucher täglich. Die Hauptbeschuldigten sollen siebenstellige Gewinne damit erzielt haben.
Die Einnahmen sollen aus Werbevermarktung auf den Portalen und Abo-Gebühren für Premium-Zugänge stammen.
lis
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