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19. Februar 2013, 12:49 Uhr

Reaktion auf Mandiant-Studie

China streitet Hacking-Vorwurf ab

Eine chinesische Militäreinheit soll hinter Hacker-Angriffen auf US-Einrichtungen stehen - das besagt eine Studie der Sicherheitsfirma Mandiant. Die Regierung in Peking weist die Anschuldigung zurück: Die Volksrepublik selbst sei das Ziel von Cyber-Spionage.

Peking - China wehrt sich gegen Vorwürfe, eine Militäreinheit in Shanghai habe etwas mit Hacker-Angriffen gegen amerikanische Einrichtungen zu tun. Die Anschuldigungen seien haltlos, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Hong Lei, am Dienstag.

Er reagierte damit auf einen Bericht der Sicherheitsfirma Mandiant. Darin heißt es, die für Cyber-Attacken gegen US-Zeitungen, Regierungsbehörden und Firmen verantwortlichen Gruppen seien vornehmlich in China angesiedelt. Das hätten Hunderte von Untersuchungen der vergangenen drei Jahre gezeigt. Es sei zudem klar, dass die Regierung in Peking darüber Bescheid wisse.

Vor allem eine bestimmte Gruppe soll demnach massenweise Informationen gestohlen haben. Das Interesse des Kollektivs gelte unter anderem dem Energienetz der USA. Die Angreifer seien zu einer derart ausgedehnten Cyber-Spionage in der Lage, weil sie direkt von der Regierung unterstützt würden, hieß es in dem Papier. Es gebe Hinweise, dass es sich bei der Gruppe um eine Filiale der Volksbefreiungsarmee namens Unit 61398 handele. Ihre Cyber-Attacken ließen sich bis zu einem Gebäude am Stadtrand von Shanghai zurückverfolgen.

China ist in der Vergangenheit häufiger beschuldigt worden, für Cyber-Attacken verantwortlich zu sein - und wehrte sich dagegen stets auf dieselbe Weise: Die Volksrepublik sei selbst das Ziel von Cyber-Spionage, die in den vergangenen Jahren zugenommen habe. Die meisten Cyber-Angriffe gegen China würden von den USA aus begangen. Auch auf die aktuellen Anschuldigungen antwortete das Außenministerium prompt.

Das Weiße Haus ließ bisher nur verlauten, man nehme den Mandiant-Bericht zur Kenntnis. Eine Verbindung zwischen den Cyber-Kriminellen und dem chinesischen Militär will man in Washington jedoch derzeit - zumindest öffentlich - nicht ziehen.

juh/AP/Reuters

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