Fernsehbericht SAP arbeitet mit der NSA zusammen

Laut einem Fernsehbericht bestehen zwischen dem deutschen Softwareunternehmen SAP und dem amerikanischen Geheimdienst Geschäftsbeziehungen. Die Verbindung läuft demnach über eine Tochterfirma, die US-Sicherheitsgesetzen unterliegt.

Softwarekonzern SAP in Walldorf: "Fakt" thematisiert Kooperation mit der NSA
DPA

Softwarekonzern SAP in Walldorf: "Fakt" thematisiert Kooperation mit der NSA


Das deutsche Softwareunternehmen SAP arbeitet in den USA mit dem amerikanischen Geheimdienst NSA zusammen. Das haben Recherchen des MDR-Fernsehmagazins "Fakt" ergeben.

Der US-Geheimdienst ist wegen der großen Datenmengen aus der Massenüberwachung darauf angewiesen, dass ausgeklügelte Systeme die Daten auswerten und lesbar machen. SAP verfügt mit Hana über eine Technologie, die laut dem Beitrag die derzeit wohl schnellste Datenverarbeitung bietet. Auch der deutsche Auslandsgeheimdienst soll an der Hana-Software interessiert sein.

Um das System für die Massenüberwachung nutzbar zu machen, habe SAP von 2007 an amerikanische Firmen mit entsprechendem Know-how hinzugekauft oder Verträge mit ihnen geschlossen, schreibt der Macher des Fernsehbeitrags, Christian Bergmann, bei "Zeit Online".

Zu den amerikanischen Firmen, für die die NSA ein wichtiger Kunde und SAP Geschäftspartner beziehungsweise Mutterkonzern ist, zählen laut "Fakt" der Datenbankhersteller Sybase, die Dienstleister Palantir und Attensity sowie der Suchtechnikentwickler Inxight. Die Unternehmen sind mit SAP über die dafür gegründete amerikanische Tochterfirma SAP National Security Services (NS2) verbunden. NS2 soll als amerikanisches Unternehmen US-Sicherheitsgesetzen unterliegen.

Zu konkreten Fragen des Magazins "Fakt" zum Firmen-Beziehungsgeflecht äußerte sich SAP nicht. Auf eine SPIEGEL-ONLINE-Anfrage hin bestätigte das Unternehmen, eine spezielle Tochtergesellschaft gegründet zu haben, "um die speziellen Sicherheitsanforderungen bestimmter Kunden entsprechen zu können".

Weiter heißt es: "Einige Kunden in der öffentlichen Verwaltung, speziell in den Bereichen innere und äußere Sicherheit, stellen besondere Anforderungen an IT-Anbieter, was die Speicherung und Verwaltung der Daten angeht." SAP respektiere den Wunsch der Kunden und veröffentliche daher keine Kundeninformationen.

Der Fakt-Beitrag ist am Dienstag, 10. März, um 21.45 Uhr in der ARD zu sehen.

kbl

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insgesamt 14 Beiträge
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felisconcolor 10.03.2015
1. Wenn SAP nicht
zu ihrer Firma passt, muss sich ihre Firma halt an SAP anpassen. Das war und ist doch der Leitspruch von SAP. Da ist das jetzt doch keine grosse Überraschung mehr.
werner-brösel 10.03.2015
2. Fernwartung
Das ist doch praktisch. Da ist der ?Zugriff? auf alle möglichen, sensiblen Daten von nicht-amerikanischen Unternehmen ja gesichert, falls diese mal zu einem Amerikanischen in Konkurrenz stehen sollten...
stirnrunzlerin52 10.03.2015
3. Keine Aufregung,
SAP rüstet doch nur Banken, öffentliche Verwaltung und Großkonzerne aus. Ihr werdet als kleine Leute nicht ausgespäht!
whocaresbutyou 10.03.2015
4. Hotdog-Stand arbeitet mit NSA zusammen
unbestätigten Berichten zufolge wurden Mitarbeiter der NSA jahrelang in den Pausen an einem Hotdog-Stand in Fort Meade gesehen. Gut unterbelichtete Kreise vermuten daher eine massive Unterwanderung von Nahrungsmittelproduktion und Ruhezonen. Die Bevölkerung wird gebeten, sich während der Nahrungsaufnahme und in der Freizeit unbedingt entsprechend paranoid zu verhalten. In Anbetracht dieser neuen Erkenntnisse kann auch die Unversehrtheit der rudimentärsten Menschenrechte in italienischen Pizzerien, norwegischen Bäckereien oder finnischen Saunabetrieben möglicherweise durch derzeit nicht näher spezifizierbare Gefahren gefährlich gefährdet sein!
dschinn1001 11.03.2015
5. wie funktioniert update von SAP-Programmen ... ?!
Zum Beispiel jemand will einen Kartenfehler beweisen - dann weden einfach mit SAP-Programmen (auch bei Finanzämtern) updates durchgeführt und man kann den Kartenfehler dann nicht mehr schriftlich beweisen - da dann von der bestehenden (doppelten) Bankkarte die letzten beiden Ziffern intern nicht mehr vorhanden sind ?! - egal ob man Kreditkarten-Funktion hat oder ob man gar keine Kreditkarten-Funktion freigeschaltet hatte ?! - so gesehen - war dies auch schon so in der Zeit vor 1990 - und vor 1995 -
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