Keine neue Abgabe für Tech-Konzerne Digital-Steuerparadies Europa

Die Digitalsteuer auf europäischer Ebene wird nicht eingeführt - auch, weil Deutschland es vermurkst hat, schrieb Sascha Lobo in seiner Kolumne. Im Podcast geht er auf Leserzuschriften ein.

Symbolbild
REUTERS

Symbolbild


Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #83 - Digitalsteuer: Wie Deutschland es wieder einmal verhorstet hat

Bei der geplanten Digitalsteuer hat es Deutschland "wieder einmal digital verhorstet", schrieb Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne. Zwar liege es nicht nur an der deutschen Bundesregierung, dass die europäische Steuer für Digitalkonzerne nun doch nicht komme - "aber dann auch wieder doch".

Lobo fasst zusammen, wie es überhaupt zum niedrigen Steuersatz für Unternehmen in Irland kommt und warum es so schwierig ist, große Konzerne wie Facebook, Google und Amazon endlich zur Kasse zu bitten. Und er meint, dass Deutschland die Digitalsteuer allenfalls halbherzig unterstützt und sich dem Druck aus den USA gebeugt hat.

Im Podcast beantwortet Lobo Leserzuschriften zum Thema. Seinen Lesern hatte er vorab folgende Frage gestellt: "Digitalsteuer - gut oder schlecht?"

Wie und wo kann ich den Podcast abonnieren?

Sie finden "Sascha Lobo - Der Debatten-Podcast von SPIEGEL ONLINE" regelmäßig sonntags auf SPIEGEL ONLINE (einfach oben auf den roten Play-Button drücken) und auf Podcast-Plattformen wie iTunes, Spotify, Deezer oder Soundcloud. Sie können den Podcast aber auch auf Ihr Smartphone, Tablet oder Ihren Computer herunterladen. So können Sie ihn jederzeit abspielen - auch wenn Sie offline sind.

Wenn Sie keine Folge verpassen wollen, sollten Sie den Podcast von Sascha Lobo abonnieren, es kostet nichts.

Falls Sie diesen Text auf einem iPhone oder iPad lesen, klicken Sie hier, um direkt in Apples Podcast-App zu gelangen. Klicken Sie auf den Abonnieren-Button, um gratis jede Woche eine neue Folge direkt auf Ihr Gerät zu bekommen.

Falls Sie ein Android-Gerät nutzen, können Sie sich eine Podcast-App wie Podcast Addict, Pocket Casts oder andere herunterladen und dort "Sascha Lobo - Der Debatten-Podcast von SPIEGEL ONLINE" zu Ihren Abos hinzufügen.



insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
hrboedefeld 17.03.2019
1. ist ja genug da..
so lange die kleinen in mittleren Selbständigen ausgenommen werden ohne Ende ist ja auch genug Geld da, damit die großen Konzerne entlastet werden können. Die Kluft wird immer größer und die Frustration nimmt zu. Blöd, dass aus unserer Regierung noch niemand begriffen hat, dass auch hier irgendwann Gelbwesten auf die Strasse gehen wenn sich da nichts ändert...
jj2005 17.03.2019
2. Digitalsteuer?
Man sollte es "Steuer auf Werbung" nennen, das kommt viel besser rüber. Steht übrigens im Wahlprogramm der Grünen seit fast 40 Jahren. Mit den Mehreinnahmen könnte man dem armen Mittelstand bei der Einkommensteuer entgegenkommen.
Tolotos 17.03.2019
3. Das Problem ist die Struktur der EU selbst!
Solange die EU-Steueroasen den Kampf gegen Steuerdumping einfach mit einem Veto blockieren können ist die EU das Paradebeispiel dafür, wie man den Bock zum Gärtner macht.
grecco-el 17.03.2019
4. Die Anzahl der Dummen ist unbegrenzt.
Es finden sich doch immer wieder dumme Menschen, deren einzige Sorge darin besteht, irgendwelche Steuern zu erhöhen bzw. neue Steuern einzuführen. Warum sind sie dumm? Ihnen fehlt leider der wirtschaftliche Sachverstand. Denn sie sind nicht in der Lage zu erkennen, dass bereits jetzt schon in der BRD 50% der Wertschöpfung durch staatliche verordnete Zwangsabgaben und Gebühren und durch direkte und indirekte Steuern abkassiert werden. Eine europäische Steuer würde zu dem vollständigen Ruin des brav schaffenden Bürgers führen. Haben unsere Brüsseler Bürokraten erst einmal das Recht durchgesetzt, selber Steuern einzuführen und zu erheben, so Gnade uns Gott. Denn dann würde ihr Bestreben nur darin bestehen, den EU-Bürger auszupressen.
grecco-el 17.03.2019
5.
Ich habe mir gerade erlaubt die von S.L. verfasste Kolumne zu lesen und musste erstaunt feststellen, es lohnt sich nicht darauf argumentativ einzugehen. Ich lehne es ab, mich mit jemanden geistig auseinanderzusetzen, der nicht in der Lage ist zwischen Erlösen und Gewinnen zu unterscheiden. Für die anderen - nicht kapitalismusfeindliche Ideologen - Willigen möchte ich doch noch einige Erklärungen abgeben: Selbstverständlich werden die Werbeeinnahmen der "Digitalkonzerne", die sie in der EU erzielen der jeweiligen (Landes-)Umsatzsteuer unterworfen. Diese Steuereinnahmen muss aber der Endverbraucher aufbringen, als ich und du und auch S.L. Diese Steuer verteuert nur die Produkte. Bei der Digitalsteuer sollen Gewinne versteuert werden, und zwar die Gewinne, die sie in der EU erwirtschaften. Herzlichen Glückwunsch! Sollen wir als Exportland solchen Schwachsinn gut heißen? Wie lange wird es wohl dauern, bis China, die USA und weitere Staaten die Gewinne z.B. unserer Auto- oder Maschinenindustrie, die in den jeweiligen Ländern erwirtschaftet werden, einer analogen Industriesteuer unterwerfen werden.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.