Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Smartphones, Kindle & Co.: Zwangsjacke für das Internet

Von

Das iPhone hat sie, Amazons Kindle bekommt sie jetzt, bald laufen sie wohl auf jeder Spielkonsole: Der App-Wahn ist eine paradoxe, schädliche Entwicklung. Er würgt Innovationen ab - und verschafft den Konzernen noch mehr Macht.

Fotostrecke

7  Bilder
Kastrierte Geräte: Computer, die nicht so heißen
Wer hätte gedacht, dass Microsoft-Produkte eines Tages wie ein Hort der Freiheit, wie ein Born der Innovation aussehen würden? Natürlich, liebe Linux-Fans: Es gibt ein Betriebssystem, das noch viel offener, innovationsfreundlicher, überhaupt viel netter ist als Windows. Aber, liebe Apple-Fans, es gibt auch Betriebssysteme, die im Vergleich zu Microsoft-Produkten innovationstötende, monopolfördernde Gebilde sind. So eines läuft beispielsweise auf dem iPhone - und jetzt auch auf dem Kindle.

Die Entwicklung unserer liebsten Tech-Gadgets hat in den vergangenen Jahren einen paradoxen Verlauf genommen. Man könnte von einer Nintendoisierung sprechen, die sich in vier Schritten vollzog:

  1. Hersteller bauten Geräte, die eigentlich Computer sind (iPod, iPhone, Kindle, Blackberry, Spielkonsolen - das waren die ersten mit diesem Modell) und nannten sie anders. Was irgendwie korrekt war, denn im Vergleich zu dem, was man seit den Achtzigern "Computer" nennt, waren diese meist viel hübscheren Geräte kastriert. Neue Software dafür zu schreiben war nicht so einfach möglich (außer man schraubte verbotenerweise an der Hardware herum). Es waren gewissermaßen fein frisierte Pudel ohne Fortpflanzungsmöglichkeit entstanden.
  2. Die neuen Geräte verkauften sich wie geschnitten Brot, obwohl das, was sie tatsächlich konnten, nur einen Bruchteil dessen ausschöpfte, wozu ihre Hardware eigentlich in der Lage ist.
  3. Nach einer gewissen Zeit entwickelten die Gerätehersteller eine radikal neue Idee: Ihre kastrierten Computer wurden wieder ein bisschen geöffnet, "generativ" gemacht, wie der Harvard-Jurist Jonathan Zittrain das nennen würde. Das, was früher "Software" hieß und auf Computern lief, wurde noch mal erfunden - und "App" getauft.
  4. Die Apps für die nicht mehr ganz so kastrierten Geräte verkaufen sich nun ihrerseits wie geschnitten Brot, was die Hersteller freut, da sie - eine geniale Neuerung aus ihrer Sicht - nicht mehr jedermanns Software auf ihre Computer, pardon: Gadgets lassen müssen. Zugang gewähren können nur sie selbst, und dafür nehmen sie eine Provision. 30 Prozent in der Regel, so ist das mutmaßlich bei Apple, und so wird es auch bei Amazon sein, dessen Lesegerät Kindle jetzt auch wieder ein bisschen mehr Computer sein darf. Auf dem Programme, pardon: Apps laufen dürfen. Microsoft kann von fremden Entwicklern noch kein Geld nehmen (außer für seine Spielkonsole Xbox 360 - wetten, dass es für die auch bald einen "App Store" gibt?).

Die neue Welt der nicht mehr ganz so kastrierten Pudel an der Leine ihrer Hersteller ist eine viel schönere - weil die Gadgets so schick designt sind, viel hübscher und sicherer als die zahnsteinfarbenen PC der Achtziger. Man kann sie zwar nicht mehr aufmachen und eine neue Grafikkarte einbauen - aber wen stört das, wenn das Gehäuse ordentlich poliert ist? Vor allem aber ist die neue Welt schöner für die Hersteller der Geräte, denn sie verdienen plötzlich nicht mehr nur an der Bereitstellung einer Plattform, an Hardware und Betriebssystem, sondern auch an jeder verkauften Anwendung - einfach deshalb, weil sie auf ihrer Plattform läuft.

Nicht so schön ist die neue Welt für Software-Entwickler. Die haben es nämlich plötzlich mit mächtigen Torwächtern zu tun, die von nun an verfügen dürfen, welche Software der Menschheit zugemutet werden darf und welche nicht. Ob eine "App" ihr Publikum findet, entscheidet nicht mehr nur der Markt - sondern erst mal Apple, Amazon, Nokia und Co.

Nicht so schön ist das mittelfristig auch für das Internet, die digitale Zukunft, die Nutzer. Wenn es eine derartige zentrale Kontrolle über Software schon in den Achtzigern gegeben hätte, gäbe es heute kein Internet, wie wir es kennen. Die schöpferische Kraft, die YouTube und Wikipedia, Skype und Ebay, das Failblog, Freemail-Accounts, Firefox und massenweise andere kostenfrei nutzbare Software hervorgebracht hat, kann sich nur entfalten, wenn Ideen sich auf offenen Plattformen unreglementiert und manchmal sogar ohne kommerziellen Hintergedanken entfalten können. Bei Google, einem der vielen Kinder dieses generativen Internets, hat man das verstanden. Das Handy-Betriebssystem Android ist deshalb eine offene Plattform, für die jeder Software schreiben und verkaufen darf - zumindest beim Verkauf im offiziellen Android Market fallen jedoch auch wieder 30 Prozent Provision an. Als Nutzer muss man Google nur seine Seele, pardon: seine Daten schenken, um ein aktuelles Android-Handy richtig nutzen zu können.

Eines ist sicher: Sollte das mobile Internet von den Schoßhündchen der Konzerne dominiert werden, wird es ein wesentlich langweiligerer und weniger dynamischer Ort werden als das gute, alte, chaotische Internet, an das wir uns gewöhnt haben.

Diesen Artikel...
Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 188 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. 1984 - lesen
cosmo72 21.01.2010
Ich denke vielmehr geraten wir, die Bürger samt unserer Rechte und wichtiger Errungenschafte, wie z.B. ein Buch auch weiter verschenken zu können, oder es bedeutungsvoller an die nächste Generation weitergeben zu können, mit Eselsohren und Notizen am Rand unter die Räder! Ich denke den clever warnenden "PR-Gag" irgendeines wachrüttelnden Angestellten bei amazon ausgerechnet 1984 vom Kindle löschen zu lassen sollten wir uns alle zu Herzen nehmen - falls wir nicht komplett abhängig werden wollen, was Wissen, Meinung und Bildung angeht. *Ein Fehler, ein Klick eines oder zweier Angestellter (später vielleicht mal Zensoren) und ALLE sind direkt in "1984", statt es nur zu lesen! * http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,637076,00.html
2. Wenn der Appstore optional wäre
zappa99 21.01.2010
wäre es eine gute Idee. Die Androids machen das so. Dann ist es an mir zu entscheiden, und das ist gut so. Die Sicherheitsargumente sind lächerlich, niemand kann Anwendungen in der kurzen Zeit wirklich prüfen. Erst recht nicht, wenn keine Quelltexte vorliegen.
3. Welcher Schaden?
Jens Siegfried 21.01.2010
"paradoxe, schädliche Entwicklung" Die Frage darf man stellen: Wem schadet denn diese Entwicklung? Den Benutzern? Ich persönlich habe keinen Grund zu Klage. Den Herstellern? Daie profitieren nach ihren Worten davon. Den Entwicklern? Pardon - wo es vorher gar keine Möglichkeit gab, mit Programmen Geld zu verdienen, gibt es nun eine. Gut, diese ist, betrachtet man das Gebahren der "Torwächter" bei Apple sicher verbesserungswürdig: Da werden Anwendungen Wochen und Monate nicht zugelassen und dann evtl sogar aus nicht für jeden (hust) nachvollziehbaren Gründen abgelehnt. Das hat viele zu Recht sehr verärgert. Aber bitte: es hat zum allergrößten Teil Entwickler verärgert, die vorher _gar_ keinen Zugang zu diesem Markt hatten. Wer schon mal das iPhone SDK verwendet hat, der weiß, daß das eine sehr feine Sache ist. Wo bitte ist denn jetzt für wen welcher Schaden? Und wo ist das Paradoxon?
4. Rechthatter.
dr_tone 21.01.2010
Recht hatter, uns Chrissi. Is schon paradox, Nutzungsgebüren für ein Betriebssystem einzufordern und es grenzt an Diktatur, bestimmen zu wollen, welche Programme auf dem Ding laufen dürfen und welche nicht. Andererseits gibt es ja OpenSource Betriebssysteme und es gibt genügend Leute, die wissen, wie man ein Iphone aufbohrt, ohne es aufschrauben zu müssen. Das wird alles in dem Masse verfügbarer werden, wie es pressiert. Eher generell: Wieso orakelt SPON eigentlich dermassen intensiv über das Werden des Internets und der künftigen IT? Es vergeht ja kein Tag, an dem nicht Google, Apple, Microsoft, Nokia etc. für Schlagzeilen und Artikel sorgen: Das ist so auffällig, dass klar ist: Da soll ein Interesse geschaffen werden. Internet und IT, das ist sicher nützlich und kann ein paar erstaunliche Entwicklungen vorweisen, aber hey, so wichtig ist es dann auch wieder nicht. Hier wird es zu einer kulturellen Errungenschaft hochgejazzt, die den Buchdruck weit in den Schatten stellt - wann werden überhaupt Bücher besprochen? Bücher, boh, altes Zeuch, liest eh keiner, die Buchläden sind bis unters Dach mit schimmligem Schund vollgestopft, reden wir doch über: Blogs! Oder reden wir über: Twitter! So schlümm es ja meinethalben sein mag, dass Apple eine iPhone-Steuer von den Entwicklern erhebt, mein Gott, die Netzbetreiber (Strom oder Daten) wollen auch eine Bandbreiten-Fee etc. Solange es geht, wird es gemacht. Aber ich sehe nicht ganz, warum ich jeden Tag über das Geschäftsgebaren diesr Firmen informiert werden muss. Denn es ist m.E. genau dieses Gehype, das Ihnen ihre tatsächliche Aufmerksamkeit, sprich: Macht zukommen lässt. Zumindest in Teilen.
5. Die falschen haben hier die Macht
Krassmus 21.01.2010
30% sind eine unappetitliche Marge, mit denen die Konzerne im Grunde für's Füße-Hochlegen belohnt werden, nachdem sie im Grunde nur das gemacht haben, was die Nutzer von ihnen verlangt haben. Der App-Store für das iPhone ist zwar eine Idee, die Steve Jobs eines Tages für sich beanspruchen wird wie die Erfindung der Maus, des MP3-Players oder des Heimcomputers, aber sie stammt im Grunde von Hackern, die das iPhone gehackt haben und genau so einen App-Store einbauten. Bei Linux gibt es nebenbei gesagt schon länger sowas wie einen App-Store. Bei Ubuntu heißt das Synaptic und ist eine grafische Oberfläche, wo man per Mausklick wichtige und sinnvolle und in jedem Falle kostenlose Programme in seinem Betriebssystem installieren kann. Grundsätzlich ist es kein falscher Gedanke, langfristig eine Kontrollinstanz zu schaffen für Software. Aber Konzerne sollten diese Kontrollinstanz nicht sein, sondern der Staat etwa. Im Laden darf auch keine CD verkauft werden, die indiziert wurde. Und so kann man es auch mit Software handhaben. Aber wieso soll Apple bestimmen, was man mit seinem Handy machen darf und was nicht? Wieso soll Amazon bestimmen können, was wir lesen? Sind diese Konzerne unsere Mütter? Nein, sie schränken die Bürger in ihren Grundrechten unnötig ein. Und ich denke, das ist schon hart an der Grenze des Legalen.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Fotostrecke
App World: Software-Shop für Blackberrys

Fotostrecke
Apple-Handy: Alle iPhone-Modelle im Überblick
Fotostrecke
E-Reader: Amazon Kindle vs. Hanvon N518

Spielkonsolen: Die aktuelle Generation
Wii
AP
Der kleine Konkurrent kann im Gegensatz zu den Konsolen der Rivalen keine hochauflösende Grafik bieten, sondern liefert herkömmliche Fernsehauflösung. Trotzdem ist das Gerät so beliebt, dass der Hersteller bisher keine Preissenkung angekündigt hat. In den USA überholte die Wii im Juli 2008 Microsofts Xbox 360, was die Verkaufszahlen angeht. Die Konsole zeichnet sich durch einen bewegungssensitiven Controller und bewegungsorientierte Zusatzgeräte wie das "Balance Board" aus. Mit simplen Sport- und Spaß-Spielen hat sie für die Branche neue Zielgruppen erobert. 2009 führte Nintendo eine Erweiterung für den Controller namens Wii Motion Plus ein, die Bewegungen der Spieler noch präziser erfassen helfen soll. Einen ausführlichen Wii-Test finden Sie hier .
Playstation 3 und 2
AP
Der direkte Konkurrent von Microsofts Xbox 360 - die beiden Konsolen konkurrieren um die Hardcore-Gamer, die auch bereit sind, für hochauflösende Spielgrafik einen entsprechenden Fernseher zu kaufen. Im März 2007 kam die Konsole in Europa auf den Markt. Im Juli 2008 gab es sie entweder mit 40- oder mit 60-GB-Festplatte - im August 2009 wurde die PS3 slim vorgestellt, mit 120-GB-Festplatte und für einen niedrigeren Preis als das Vorgängermodell. Damit ist sie immer noch die teuerste unter den aktuellen Modellen. Die PS3 gibt ein hochauflösendes Videosignal über einen HDMI-Ausgang aus. Als einzige, momentan erhältliche Spielkonsole enthält sie ein Blu-ray-Laufwerk, mit dem sich auch hochauflösende Blu-ray-Discs abspielen lassen. Einen ausführlichen Test des ersten PS3-Modells finden Sie hier.

Im September 2010 kam in Deutschland die Erweiterung Playstation Move auf den Markt. Das Bewegungssteuerungs-System basiert auf der Konsolenkamera Playstation Eye und Controllern, die leuchtende Kugeln an der Spitze tragen. Die Kamera verfolgt die Bewegungen dieser Kugeln, gleichzeitig sorgen Lage- und Bewegungssensoren für ein noch genaueres Bewegungs-Abbild. Ein sogenanntes Starter-Pack enthält die Kamera und einen Move-Controller, es kostete im Herbst 2010 etwa 80 Euro. Weitere Controller sowie die mit einem Joystick ausgestatteten "Navigation Controller" müssen jeweils extra gekauft werden. Eine Ausrüstung für vier Spieler kann schnell so viel kosten wie eine ganze Konsole. Es sind jedoch auch im Preis reduzierte Bündel-Angebote erhältlich.

Sony hat als einziges der großen Unternehmen noch eine zweite Wohnzimmer-Konsole im Rennen: Die Playstation 2 verkauft sich noch immer, und es geht auch nach wie vor eine Menge Software für das Gerät weg, das in seiner Ur-Version im Jahr 2000 auf den Markt kam. In erster Linie verkaufen sich für das inzwischen geschrumpfte Gerät Partyspiele wie "SingStar" und das Quiz-Spiel "Buzz".
Xbox 360
REUTERS
Microsofts High-Definition-Konsole ist von den drei aktuellen Konkurrenten am längsten auf dem Markt, nämlich seit Ende 2005. Microsoft schraubte seitdem mehrmals an Preis und Ausstattungsmerkmalen. Die 360 hat ein normales DVD-Laufwerk.

Die aktuellen Modelle geben HD-Bilder über einen HDMI-Ausgang aus. Im Juni 2010 stellte Microsoft eine neue, kleinere, nun durchgägnig schwarze Xbox 360 vor, die serienmäßig mit einem HDMI-Ausgang und einem Wifi-Modul für drahtlosen Netzzugang ausgestattet ist. Das Gerät soll zudem deutlich leiser sein als die vorangegangenen Modelle. Sie kostete in Deutschland zunächst gut 300 Euro. Eine preiswertere Version mit nur vier Gigabyte Flashspeicher, aber ohne Festplatte kostete im Herbst 2010 etwa 180 Euro. Einen ausführlichen Test der ursprünglichen Xbox 360 finden Sie hier.

Im November 2010 kam Micorosofts Bewegungssteuerungs-System Kinect auf den Markt. Es funktioniert ohne physische Controller, erfasst werden die Bewegungen der Spieler von zwei Kameras. Zudem sind in die balkenförmige Kinect-Erweiterung Mikrofone eingebaut. Das System erfasst Bewegungen des ganzen Körpers und kann außerdem auf gesprochene Anweisungen reagieren. Mit Kinect lassen sich nicht nur Spiele steuern, sondern auch die Benutzeroberfläche der Konsole bedienen, Filme starten, pausieren und stoppen und Videochats führen. Kinect kostete bei der Einführung etwa 150 Euro, inklusive eines Spiels. Diverse Bündel-Angebote mit samt einer Konsole sind ebenfalls erhältlich.
Sony PSP
REUTERS
Die Playstation Portable, auf dem Markt seit 2005, ist Sonys erster Versuch, von dem traditionell von Nintendo ("Gameboy") beherrschten Markt für mobile Spielgeräte ein Stückchen abzuzwacken. Seit 2007 gibt es eine etwas dünnere Version namens Slim and Lite. Die Mobilkonsole kann nicht nur Spiele darstellen, sondern auch Filme und Musik abspielen. Außerdem lässt sie sich per W-Lan mit dem Internet verbinden. Filmdownloads und andere Inhalte können von der PS3 auf die PSP verschoben werden, außerdem kann die Mobilkonsole über einen Internetzugang als eine Art Fernbedienung für die PS3 benutzt werden. Die PSP ist auf dem Markt für mobile Spielgeräte Zweiter hinter Nintendos DS. Im Juni 2009 wurde das neue Modell PSP go vorgestellt, das ein herausschiebbares Unterteil mit den Bedienelementen darauf aufweist und deshalb deutlich kleiner ist, dafür aber kein Laufwerk mehr für Sonys UMD-Disk-Format hat. Spiele, Bilder, Filme und Musik sollen darauf direkt heruntergeladen werden. Die 2008 eingeführte PSP 3000 mit UMD-Laufwerk soll aber weiterhin produziert werden. Einen ausführlichen Test der ursprünglichen PSP finden Sie hier .
Nintendo DS
Der Nintendo DS ist seit 2005 in einer ersten Version auf dem Markt, seit 2006 in einer schlankeren Ausgabe namens DS Lite (abgebildet). DS steht für "dual screen". Die Konsole hat einen normalen und in der unteren Hälfte einen Touch-Screen. Spiele werden über Tasten oder aber einen Stylus, mit dem der Touchscreen bearbeitet wird, gespielt. Der DS lässt sich wie die PSP über W-Lan mit dem Internet verbinden, auch Online-Spiele und Spielereien wie Bilder-Chat sind so möglich. Mit Spielen wie "Nintendogs" und "Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging" erschloss der DS neue Zielgruppen für Mobilkonsolen. Der DS ist das derzeit meistverkaufte mobile Spielgerät. Seit der Markteinführung wurden der kleinere DS Lite und zuletzt, Ende 2008 bzw. Anfang 2009 der DSi nachgeschoben. Letzterer weist als Neuerung unter anderem zwei etwas größere Bildschirme und zwei VGA-Kameras auf (eine auf der Bildschirm-Seite, eine auf der Gehäuse-Außenseite). Einen Testbericht über die erste Version des Nintendo DS finden Sie hier , einen Bericht über den aktuellen DSi finden Sie hier . Seit März 2010 gibt es den DSi XL, der einen größeren Bildschirm (4,2 Zoll) verfügt. Bei der Electronic Entertainment Expo im Juni 2010 in Los Angeles stellte Nintendo ein neues Gerät namens 3DS vor, das dreidimensionale Darstellungen auf einem der beiden Bildschirme erlaubt, ohne eine Spezialbrille erforderlich zu machen. Preis und Erscheinungstermin wurden zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht genannt.

Anzeige
  • Christian Stöcker:
    Spielmacher

    Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.

    Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.a.

    SPIEGEL E-Book; 2,69 Euro.

  • Bei Amazon kaufen.
Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: