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Solaranlage: Google investiert in deutschen Ökostrom

Strom für rund 5000 Haushalte: Der Suchmaschinenbetreiber Google steigt in den deutschen Energiemarkt ein. Das US-Unternehmen will 49 Prozent einer Solaranlage in Brandenburg übernehmen.

Solaranlage (Symbolbild): Google investiert in Brandenburg Zur Großansicht
DPA

Solaranlage (Symbolbild): Google investiert in Brandenburg

Hamburg - Google investiert 3,5 Millionen Euro in einen Solarpark in Brandenburg an der Havel. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Finanzierungsgesellschaft Capital Stage betonte in einer Mitteilung, die Investition müsse noch formal von den Kartellbehörden abgesegnet werden. Deren Zustimmung vorausgesetzt, werde Google 49 Prozent der Anteile an dem Solarpark erwerben.

Das Photovoltaik-Kraftwerk verfüge über eine Kapazität von 18,64 Megawatt und sei Ende 2010 fertiggestellt worden. Capital Stage und Google würden die Anlage künftig gemeinsam betreiben. Capital Stage hatte den Erwerb des Kraftwerks in Brandenburg erst vor drei Tagen bekanntgegeben - insgesamt besitzt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge 14 Photovoltaik-Kraftwerke in Deutschland und Italien. Das Unternehmen ist eine Private-Equity-Gesellschaft, die sich auf Investitionen in erneuerbare Energien spezialisiert hat.

Angesichts der mit 3,5 Millionen Euro eher niedrigen Summe handelt es sich also eher um ein Einstiegs-Engagement. Es ist das erste dieser Art von Google in Europa. In den USA hat der Konzern bereits in diverse Projekte rund um erneuerbare Energien investiert, im Gesamtwert von etwa 100 Millionen Dollar. Zum Energie-Portfolio der Suchmaschinisten gehören neben Solarstrom-Anbietern auch Windparks. 2010 erwarb Google zwei Windkraftanlagen im Staat North Dakota und gab dafür knapp 39 Millionen Dollar aus.

cis/ore

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Mr Bounz 07.04.2011
Dann hoffen wir mal das sich noch mehr Unternehmen so entscheiden!
2. die Hoffnung stirbt zuletzt
horace_h 07.04.2011
Zitat von Mr BounzDann hoffen wir mal das sich noch mehr Unternehmen so entscheiden!
Ich hoffe nicht, 3,5 Cent pro kWh als Zwangsabgabe, für die reichlichen Profite von Öko-Investoren reichen mir schon. Das muss nicht irgendwie nochmal mehr werden. Als ob google das aus Nächstenliebe tun würde, oder irgendein Investor irgendetwas aus Nächstenliebe machen würde. Diese ganzen Möchtegern-Super-Ökos bringen mich auf die Palme, packen sich eine Solaranlage aufs Dach und erzählen mir, dass sie die Menschheit retten.. So ein Quatsch, die sollen ihren Strom selbst verbrauchen und nicht noch sogar für selbst verbrauchten Strom Geld von mir verlangen. Um dann auch noch zu behaupten, sie würden die Welt retten. Wenn hier einer die Welt rettet, dann der deutsche Verbraucher und den kostet das Milliarden, gefragt hat den freilich so direkt keiner, ich glaube nämlich nicht, dass eine 4-köpfige Familie die 154 Euro pro Jahr auch bezahlen würde, wenn sie sich frei entscheiden könnte. Wenn das hier so weiter geht, haben wir bald Strompreise wie in Italien, wo die ach-so-schlaue Regierung in den 1980ern aus der Atomkraft ausgestiegen ist. Einen schönen Gruß an die Stahl verarbeitende Industrie in Italien, achso, gibt es ja nicht mehr, na so ein Pech.. Ich arbeite ab Oktober in Frankreich und werde wohl in 10 Jahren dahin umziehen müssen, wenn es mit der Strompreisentwicklung in Deutschland so weitergeht wie in den letzten 10 Jahren. Vielleicht errinert sich ja noch jemand dran, die kWh hat vor genau 10 Jahren in Deutschland 19 Pf also 9,7 Ct gekostet, etwas weniger als heute in Frankreich, wo günstige Angebote bei etwa 10-11 Ct liegen. Na, wenn in Deutschland der Strompreis die 35-Cent-Marke überschreitet (und je mehr Photovoltaikanlagen Google baut, desto früher passiert das), dann will ich mal noch die Leute hören, die bei Photovoltaikanlagen immernoch Hurra schreien! @SpOn: Wo ist eigentlich der kritische Journalismus hin, was ist denn mit den zukünftigen Kosten, mal unabhängig recherchiert? Nicht einfach von Greenpeace nachplappern, dass der Strompreis gleich bleibt. Die Greenpeace-Jungs lügen doch so gut wie jeder andere Lobbyist auch! Zumal, wenn es darum geht seine eigenen Ziele zu erreichen. Greenpeace ist sogar noch schlimmer als der Rest, die lügen in dem Wissen, dass die Leute es zum großen Teil sogar ungeprüft glauben werden. Die Lobby der Industrie kann da unschuldig mit den Schultern zucken, denen glaubte sowieso fast keiner, selbst wenn sie (für Lobbyisten selten genug) aus Versehen mal die Wahrheit sagen würden.
3. Milchmädchenrechnung Atomstrom
Riggs24 08.04.2011
Zitat von horace_hIch hoffe nicht, 3,5 Cent pro kWh als Zwangsabgabe, für die reichlichen Profite von Öko-Investoren reichen mir schon. Das muss nicht irgendwie nochmal mehr werden. Als ob google das aus Nächstenliebe tun würde, oder irgendein Investor irgendetwas aus Nächstenliebe machen würde. Diese ganzen Möchtegern-Super-Ökos bringen mich auf die Palme, packen sich eine Solaranlage aufs Dach und erzählen mir, dass sie die Menschheit retten.. So ein Quatsch, die sollen ihren Strom selbst verbrauchen und nicht noch sogar für selbst verbrauchten Strom Geld von mir verlangen. Um dann auch noch zu behaupten, sie würden die Welt retten. Wenn hier einer die Welt rettet, dann der deutsche Verbraucher und den kostet das Milliarden, gefragt hat den freilich so direkt keiner, ich glaube nämlich nicht, dass eine 4-köpfige Familie die 154 Euro pro Jahr auch bezahlen würde, wenn sie sich frei entscheiden könnte. Wenn das hier so weiter geht, haben wir bald Strompreise wie in Italien, wo die ach-so-schlaue Regierung in den 1980ern aus der Atomkraft ausgestiegen ist. Einen schönen Gruß an die Stahl verarbeitende Industrie in Italien, achso, gibt es ja nicht mehr, na so ein Pech.. Ich arbeite ab Oktober in Frankreich und werde wohl in 10 Jahren dahin umziehen müssen, wenn es mit der Strompreisentwicklung in Deutschland so weitergeht wie in den letzten 10 Jahren. Vielleicht errinert sich ja noch jemand dran, die kWh hat vor genau 10 Jahren in Deutschland 19 Pf also 9,7 Ct gekostet, etwas weniger als heute in Frankreich, wo günstige Angebote bei etwa 10-11 Ct liegen. Na, wenn in Deutschland der Strompreis die 35-Cent-Marke überschreitet (und je mehr Photovoltaikanlagen Google baut, desto früher passiert das), dann will ich mal noch die Leute hören, die bei Photovoltaikanlagen immernoch Hurra schreien! @SpOn: Wo ist eigentlich der kritische Journalismus hin, was ist denn mit den zukünftigen Kosten, mal unabhängig recherchiert? Nicht einfach von Greenpeace nachplappern, dass der Strompreis gleich bleibt. Die Greenpeace-Jungs lügen doch so gut wie jeder andere Lobbyist auch! Zumal, wenn es darum geht seine eigenen Ziele zu erreichen. Greenpeace ist sogar noch schlimmer als der Rest, die lügen in dem Wissen, dass die Leute es zum großen Teil sogar ungeprüft glauben werden. Die Lobby der Industrie kann da unschuldig mit den Schultern zucken, denen glaubte sowieso fast keiner, selbst wenn sie (für Lobbyisten selten genug) aus Versehen mal die Wahrheit sagen würden.
Na wie gut, dass die Betreiber von Atomkraftwerken keine Profite machen. Und ich muss mich doch sehr wundern, dass Sie nicht verstehen können, das Atomstrom nur deshalb so billig ist, weil die Kosten der Endlagerung auf die nachfolgenden Generationen geschobenen werden, Kraftwerke massiv subventioniert worden sind, Sicherheitsanforderungen vernachlässigt werden und AKW-Betreiber von Haftpflichtschäden quasi befreit sind. Wahrscheinlich kaufen Sie auch einen Titenstrahldrucker für 30 Euro, und freuen sich wie billig der war und kaufen dann jedes Jahr für 130 Euro die völlig überteuerten Tintenpatronen. Hohe Strompreise haben im übrigen auch den positiven Effekt, dass Konsumenten ihr Stromnutzungsverhalten überdenken. Vielleicht muss nicht der ganze Tag der Plasmafernseher laufen, obwohl niemand hinsieht, vielleicht muss auch nicht die Terrasse elektrisch geheizt werden. Investition in energie-effiziente Geräte amortisieren sich bei einem höheren Strompreis wesentlich schneller. Haben sie aber bitte wenigstens so viel Rückgrat in Frankreich zu bleiben, wenn es dort in der Nähe ihres Wohnortes ein zweites Fukushima gegeben hat.
4. Sehr richtig!
Bengurion, 08.04.2011
Zitat von Riggs24Na wie gut, dass die Betreiber von Atomkraftwerken keine Profite machen. Und ich muss mich doch sehr wundern, dass Sie nicht verstehen können, das Atomstrom nur deshalb so billig ist, weil die Kosten der Endlagerung auf die nachfolgenden Generationen geschobenen werden, Kraftwerke massiv subventioniert worden sind, Sicherheitsanforderungen vernachlässigt werden und AKW-Betreiber von Haftpflichtschäden quasi befreit sind. Wahrscheinlich kaufen Sie auch einen Titenstrahldrucker für 30 Euro, und freuen sich wie billig der war und kaufen dann jedes Jahr für 130 Euro die völlig überteuerten Tintenpatronen. Hohe Strompreise haben im übrigen auch den positiven Effekt, dass Konsumenten ihr Stromnutzungsverhalten überdenken. Vielleicht muss nicht der ganze Tag der Plasmafernseher laufen, obwohl niemand hinsieht, vielleicht muss auch nicht die Terrasse elektrisch geheizt werden. Investition in energie-effiziente Geräte amortisieren sich bei einem höheren Strompreis wesentlich schneller. Haben sie aber bitte wenigstens so viel Rückgrat in Frankreich zu bleiben, wenn es dort in der Nähe ihres Wohnortes ein zweites Fukushima gegeben hat.
Sehr richtig! Aber diese Hirnregion scheint bei den Befürwortern der Nutzung der Kernenergie ja standardmäßig ausgeschaltet zu sein. Wenn ich mal die völlig ungeklärte Frage der Endlagerung, deren Risiko und Kosten außen vor lasse und jetzt nur allein auf Japan schaue, dann möchte ich den von Ihnen angesprochenen Foristen mal fragen, ob er allen Ernstes der Meinung ist, dass in Japan noch irgendeiner von "billigem Atomstrom" sprechen wird. Die schon entstandenen und noch entstehenden volkswirtschaftlichen Kosten der Nutzung der Kernenergie sprengen alle Vorstellungen. Vielleicht sollte man den Preis kwh-Atomstrom redlicherweise auf 2 EUR setzen - das käme den tatsächlichen Kosten wohl wenigstens ein Stück näher...
5. RioLouco
riolouco 08.04.2011
Zitat von Mr BounzDann hoffen wir mal das sich noch mehr Unternehmen so entscheiden!
Ganz einfach... wir verdoppeln noch einmal die Subventionen für die Solaranlagen, was meinen Sie, wieviele Googles sich noch finden um in eine 18MW Anlage zu investieren. Haben Sie sich das mal überlegt? Das ist wie gesagt eine Peak-Leistung, die mittlere Leistung dieser Anlage ist also etwa 1,8 MW. Das entspricht also einem Tausendstel eines modernen Kernkraftwerks (AREVA baut gerade die ersten 2 von 6 geplanten Blöcken dieser Größe in China). Google macht das ausschliesslich aus wirtschaftlichen Gründen... und warum wohl in Deutschland und nicht dort, wo die Sonne scheint? Würden die in eine rentable Industrie hier investieren, würden sie Google als Huschrecke beschimpfen. Wie weit ist nur die Gehirnwäsche fortgeschritten? Mechanismus: China baut Kohle- und Kernkraftwerke bei sich und produziert mit billigem Strom Solarzellen, die in Deutschland mit Hilfe von Subventionen verbaut werden, mit internationalem Kapital. Das deutsche Steuergeld fließt also direkt ins Ausland. Viel blöder kann man sich nicht anstellen. Und hier wird HURRA gerufen, statt sich an den Kopf zu fassen und diesen Unsinn umgehend einzustellen.
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Marktanteile der Tech-Riesen
Suchmaschinen (Desktop)
Google 75,68%
Baidu 11,95%
Yahoo 5,92%
Bing 4,24%
Stand: Februar 2012, Quelle: Net Applications
Suchmaschinen (Mobil)
Google 88,35%
Yahoo 6,63%
Baidu 3,34%
Bing 1,08%
Stand: Februar 2012, Quelle: Net Applications
Browser (Desktop)
Microsoft Internet Explorer 58,35%
Firefox 23,72%
Chrome (Google) 11,50%
Safari (Apple) 4,15%
*weltweiter Marktanteil, erhoben auf der Webbrowser-Angabe, Stand: Januar 2012, Quelle: Net Applications
Browser (Mobil)
Safari (Apple) 54,03%
Opera Mini 21,42%
Android Browser 12,74%
Symbian 6,89%
*weltweiter Marktanteil, erhoben auf der Webbrowser-Angabe, Stand: Januar 2012, Quelle: Net Applications
Betriebssysteme (Desktop)
Windows 91,92%
Mac 6,92%
Linux 1,16%
*weltweit, erhoben auf der Webbrowser-Angabe zum user-agent Stand: Februar 2012, Quelle: Net Applications
Betriebssysteme (Mobil)
Android (Google) 49,7
iOS (Apple) 30,1
Symbian 6,9
RIM 2,1
Nokia 1,8
andere 9,4
Marktanteil an Smartphone-Betriebsystemen im März 2011 in Deutschland (%). Quelle: InMob Mobile Insights, Basis der Auswertung sind 518,7 Millionen inMobi-Werbeeinblendungen auf Mobilgeräten in Deutschland im März 2011 und 470,3 Millionen Werbeeinblendungen im Januar
Werbung
Umsatz gesamt* Umsatz Google* Anteil Google (in %)
Internet 72,842 36,531 50,15
Magazine 43,122 0
TV 184,29 0
Zeitungen 91,495 0
gesamt 458,385 36,531 7,97
*Werbeumsätze 2011, weltweit in Mrd. Dollar, veröffentlicht von ZenithOptimedia 15. März 2012, Googles Werbeumsatz im Jahr 2011
Webnutzer
Angebot Unique Visitors (Mio.) Ø-Stunden
Webnutzer gesamt 366,8 26,75
Google 333,4 3.,14
Microsoft 270,8 3,22
Facebook 240,0 5,43
Wikimedia 161,3 0,22
Yahoo 141,0 1,23
eBay 107,6 0,99
Amazon 91,4 0,27
Top 30 Online Portale in Europa nach Gesamtzahl der Unique Visitors. Mai 2011, Internetnutzer in Europa, Alter 15+, Zuhause und am Arbeitsplatz; Quelle: comScore Media Metrix

Google
Der Konzern
Google wurde 1998 von den Studenten Sergey Brin und Larry Page gegründet und ging ein Jahr später online. 2010 machte die Firma mit ihren rund 20.000 Angestellten einen Umsatz von mehr als 29 Milliarden Dollar. Unterm Strich blieben davon 8,5 Milliarden Dollar als Gewinn übrig. Die dominierende Stellung im Markt für Online-Werbung sorgt für ein attraktives Geschäftsmodell, birgt aber auch die Gefahr der extremen Abhängigkeit von nur einer Ertragsquelle. Immerhin 96 Prozent der Einnahmen erzielte Google im vergangenen Jahr mit Werbung.
Die Geschäftsfelder
Google hat im Laufe der Jahre zahlreiche Unternehmen übernommen - so etwa 2006 die Videoplattform YouTube und 2007 den Online-Vermarkter Doubleclick. Gleichzeitig hat die Firma ihre Geschäftstätigkeit auch selbst ausgebaut, zum Beispiel mit dem Dienst Google Street View oder dem E-Mail-Anbieter Google Mail.
Produkte, die Google nie veröffentlichen wollte

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