Wegen illegaler Kopien Britische Polizei beschlagnahmt Torrentz.eu

Die beliebte Filesharing-Suchmaschine Torrentz.eu ist nicht mehr erreichbar - zumindest nicht unter dieser Adresse. Die britische Polizei hat die Domain aus dem Verkehr gezogen. Nutzer können über die Schweiz ausweichen.

   Filesharing-Portal Torrentz: Jede Menge Dateien, etliche davon illegale Kopien


Filesharing-Portal Torrentz: Jede Menge Dateien, etliche davon illegale Kopien


Hier gibt es nichts zu sehen, bitte surfen sie weiter: Die Filesharing-Suchmaschine Torrentz.eu ist nicht mehr erreichbar. Wer die Domain auf der Suche nach mehr oder weniger legalen Dateien ansteuert, bekommt seit Montag nur eine Fehlermeldung zu sehen.

Der Grund: Eine Einheit der City of London Police, die auf geistiges Eigentum spezialisiert ist, wurde laut "TorrentFreak" beim Domain-Registrar der Seite vorstellig. Weil über die Torrent-Suchmaschine jede Menge aktuelle Kinofilme und andere illegale Kopien zum Download gefunden werden konnten, ließ die Polizei die Domain vom Netz nehmen.

Die Betreiber haben aber offenbar vorgesorgt. Die Torrentz-Seite ist aktuell über mindestens zwei weitere Adressen erreichbar, über die Endungen .me für Montenegro und .ch für die Schweiz. Nicht in allen Ländern wird das bloße Verlinken auf illegale Kopien gleichermaßen geahndet - zumindest noch nicht. Auf Druck großer Industrieländer, allen voran der USA, wird seit Jahren an internationalen Standards zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen gearbeitet, der über Handelsabkommen festgeschrieben wird. Vor zwei Jahren lehnte das EU-Parlament das besonders weitgehende Acta-Abkommen allerdings ab.

Der Wechsel der Top-Level-Domains ist für Torrent-Seiten nicht weiter ungewöhnlich: The Pirate Bay wechselte im vergangenen Jahr von .se (Schweden) über .sx (Sint Maarten), .ac (Himmelfahrtsinsel), .pe (Peru) und .gy (Guyana) zurück nach Schweden.

Torrent-Technik: So funktioniert der Dateitausch
Es beginnt mit Torrent-Dateien, wie sie bei Pirate Bay angeboten werden. Diese Dateien beinhalten Links zu sogenannten Trackern, über die die BitTorrent-Software erfährt, welche Nutzer-Rechner (Clients) über die gesuchte Datei ganz oder in Teilen verfügen. Die Torrent-Datei ist also nur ein Verweis auf eine andere Datenquelle, die wiederum auf weitere Adressen verweist, an denen dann Daten zu holen sind.
Das Netzwerk zum Dateitausch entsteht nur zwischen den am Tausch beteiligten Rechnern, basierend auf den Informationen eines Tracker genannten Servers - der allerdings keine Daten verschiebt, sondern nur Verknüpfungen zwischen Rechnern mit vollständigen oder unvollständigen Kopien des jeweiligen Files herstellt.
Der eigentliche Dateiverteilungsvorgang läuft in diesem technischen Modell also nur über die Rechner der zu einem temporären Netzwerk miteinander verbundenen BitTorrent-Nutzer. Aus ihrer Sicht ist Pirate Bay keine Datenbank zum Abruf von Inhalten, sondern eher so etwas wie das Telefonbuch für Dateiquellen. Der Nachweis, dass eine Seite wie Pirate Bay direkt Anbieter urheberrechtlich geschützter Dateien sei, ist damit nicht möglich. Im bisherigen Prozess gelang noch nicht einmal der Nachweis, dass Pirate Bay selbst nicht nur Torrent-Dateianbieter sei, sondern auch Trackerfunktion im Netzwerk habe.

ore

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insgesamt 48 Beiträge
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Seite 1
welthungerkrise 27.05.2014
1. optional
süß!
cryn 27.05.2014
2.
Wer Torrent benutz ist selber schuld. Das weiß man schon über 5 Jahre
Immergutelaunefee 27.05.2014
3. und wann
beginnt die Branche zu akzeptierten, dass im Zeitalter des Internets verrückte Massengewinne in Hollywood und in der Musikbranche nicht mehr machbar ist und denkt um? Muss deswegen das ganze Internet jetzt stückweise blockiert und zensiert werden? einfach lächerlich. und unrealistisch.
plattenboss 27.05.2014
4. MannMannMann
Da wird eine Piratenseite geblockt und der Spiegel hat nichts besseres zu tun als bereits im Eingangstext zu erläutern wie man das umgeht. Hat der Spiegel und viele andere Zeitungsverlage nicht vehement ein eigenes Leistungsschutzrecht für sich eingefordert? Und fällt nun gnadenlos anderen Medienunternehmen in den Rücken. Zum schämen, sowas.
sorge 27.05.2014
5. danke
Sie helfen ja 1A so wissen ja auch alle wie die Seite zu finden ist seht schlau :)
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