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Kunstfestival Transmediale: Ein Streifzug über Berlins Internet-Schwarzmarkt

Transmediale: Ein Streifzug über Berlins Internet-Schwarzmarkt Fotos
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Neue Fingerabdrücke gibt es hier zu kaufen, Pin-Codes für Geldkarten oder gebrauchte Passwörter: In Japan veranstalten Künstler und Hacker Internet-Flohmärkte. Nun kam der Schwarzmarkt zum Digitalkunsttreffen Transmediale nach Berlin.

"Warum du selbst sein?", werden die Besucher des Internet-Schwarzmarkts in Berlin gefragt. Im Angebot: neue Fingerabdrücke, mit denen man seine Identität verschleiern können soll. Die kostbaren Vorlagen werden in kleinen Schmuckkästchen feilgeboten. Von wem die Abdrücke eigentlich stammen, ist natürlich geheim.

Im Berliner Regierungsviertel, im Haus der Kulturen der Welt, zeigen Künstler, Hacker und Designer ihre Produkte. Wer mag, kann sich einen Follower kaufen. Aber nicht für die eigene Facebook-Seite, wie man das im Internet tun würde, sondern ganz in echt. An einem anderen Stand gibt es Cloud-Zuckerwatte, daneben verkauft jemand die Luft eines MacBook Air, garantiert aus Tokio.

Die Idee zum Internet-Schwarzmarkt kommt aus Japan, wo es bereits zweimal einen "Internet Yami-Ichi" gab. Nun ist er nach Berlin gekommen, zum Digitalkunsttreffen Transmediale. Kristoffer Gansing, künstlerischer Leiter des Festivals, sagt: "Aus der japanischen Netz- und Medienszene sind mehrere Künstler angereist, außerdem haben wir weitere Aussteller eingeladen."

Neben Künstlern aus Tokio, die Kleidungsstücke mit verzerrten Logos verkaufen oder Porno-Code in Bilderrahmen (siehe Fotostrecke), bieten Hacker aus der Berliner Szene gebrauchte Passwörter zur Wiederbenutzung an und Umschläge, in denen sich sämtliche Pin-Codes für Geldkarten befinden. Der Schwarzmarkt fällt auf dem sonst so ernsten und düsteren Festival auf: Zwischen den Ständen drängen sich die Besucher, es ist laut und vor allem sehr, sehr bunt.

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Transmediale: Ein Streifzug über Berlins Internet-Schwarzmarkt

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Autorennamen unterliegen auch bei der Transmediale nicht der Geheimhaltung!
Granat On 02.02.2014
Danke für den schönen Artikel und die bunte Bildstrecke. Das erste Foto zeigt Aspekte der Installation "Photo Shop" von Lukas Julius Keijser. Bitte fügen Sie seinen Namen zur Bildunterschrift hinzu.
2. Sämtliche
Fusselkopf 03.02.2014
Pin-Codes von Geldkarten? Also diese Paysafe Karten? EC-Karten Codes könnte ich auch verkaufen(0000-9999)...
3.
beladinon 03.02.2014
Ihreführender Titel, aber bitte mehr von solchen "Messen". Vileicht bringt es den ein oder anderen zum Nachdenken.
4. Das klingt ...
Fridolin_Forenfleiß 03.02.2014
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINENeue Fingerabdrücke gibt es hier zu kaufen, Pin-Codes für Geldkarten oder gebrauchte Passwörter: In Japan veranstalten Künstler und Hacker Internet-Flohmärkte. Nun kam der Schwarzmarkt zum Digitalkunsttreffen Transmediale nach Berlin. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/transmediale-ein-streifzug-ueber-berlins-internet-schwarzmarkt-a-950676.html
... wie eine Messe für Cyberkriminelle. Was hat das mit Kunst zu tun?
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