Kooperation mit Twitter IBM-Supercomputer Watson wertet Tweets aus

500 Millionen Tweets pro Tag soll der Superrechner durchforsten: IBM und Twitter kooperieren künftig bei der Datenauswertung. Die Ergebnisse wollen sie an Firmenkunden verkaufen.

Supercomputer Watson: Soll IBM in die Gewinnzone führen
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Supercomputer Watson: Soll IBM in die Gewinnzone führen


Armonk/San Francisco - IBM-Supercomputer Watson soll künftig Tweets auswerten. In einem Blogbeitrag kündigte IBM an, den "täglichen Tsunami" von etwa 500 Millionen Tweets anzuzapfen, um Firmenkunden wie Banken, Reiseanbietern oder Einzelhändlern einen schnellen Überblick über aktuelle Debatten, Meinungen und Ideen liefern zu können.

Die Kooperation solle Unternehmen dabei helfen, sich ein besseres Bild über ihren Ruf und ihre Aktivitäten machen zu können, teilte Twitter in seinem Blog mit. Firmen könnten zum Beispiel Fragen wie "Was mögen Kunden am meisten an unseren Produkten?" in die Analyse-Software von IBM eingeben und entsprechend Auskunft erhalten.

IBM-Computer Watson ist durch die Gameshow "Jeopardy" berühmt geworden. Das gesamte Duell gegen die menschlichen Meisterspieler konnte er für sich entscheiden, nur vereinzelt blamierte sich der Rechner in dem US-Ratespiel mit weniger geistreichen Antworten. Das lernende System kann große Datenmengen verarbeiten und Verbindungen sehen und ist besonders gut darin, Zusammenhänge zu finden.

Von der Kooperation dürften sich Twitter und IBM viel versprechen: Bei beiden lief es zuletzt nicht rund. IBM hat Probleme, sich vom klassischen IT-Unternehmen zum modernen Tech-Konzern zu wandeln. Und Twitter enttäuschte Aktionäre zu Wochenbeginn mit einem weiteren hohen Quartalsverlust und einem mäßigen Wachstum der Nutzerzahlen im dritten Quartal.

IBM hatte schon Mitte Juli eine Kooperation mit Apple beschlossen. Gemeinsam sollen Apps zum Management von Geschäftsprozessen für iPhone und iPad entwickelt werden. IBM wird zudem speziell auf Apple-Geräte angepasste Cloud-Dienste anbieten und Firmenkunden iPhones und iPads verkaufen.

vet/dpa

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insgesamt 8 Beiträge
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spon_1201580 30.10.2014
1.
Eine reine PR-Story (die aber scheinbar funktioniert). Social media analysis ist eigentlich ein alter Hut und nur dann wirklich sinnvoll, wennh z.B. wie bei salesforce mit CRM- oder Service-Apps
motzbrocken 30.10.2014
2. Weiter so!
Mit irgendwas muss twitter ja Geld verdienen. Es gibt nur eine Möglichkeit, der Datenkrake wirksam zu entkommen: weder FB noch Twitter nutzen. Statt mich mit den "Sozialen" Medien zu beschäftigen, trinke ich mein Bierchen und pflege sozialen Kontakt zu anderen Bierchentrinker. Arme, degenerierte Gesellschaft in der FB, Twitter und Co einen dermassen grossen Stellenwert haben. Und wie konnten vor diesen sozialen Medien die Menschheit überhaupt zehntausende von Jahren überleben?
Fackus 30.10.2014
3. begrenzte Zielgruppe
Vermute mal, dass sich die Viel-Twitterer aus einem speziellen Umfeld rekrutieren. So wie RTL-Seher zB auch. Dadurch dürften höchstens zielgruppenrelevante Ergebnisse dabei herauskommen, aber keine allgemein repräsentativen. Ist IBM und Twitter natürlich egal, wenn man mal wieder ne Show abziehen kann damit.
einervondenen 30.10.2014
4. Die beste Art, die Zukunft zu erleben.
Ich freue mich auf ein nie da gewesenes Nutzererlebnis. Bedürfnisse, die ich noch nicht kannte, werden ausführlich erläutert und großartig befriedigt. Ökologisch und fair gezüchtete Waren, die ausdrücklich damit einverstanden sind, werden im E-Mobil angeliefert, bevor ich sie bestellt habe. Gemacht, um zu verändern. Man hat mich verstanden. Das ist doch alles gut, oder?
david-39 30.10.2014
5. Klasse!
Eine AI sucht das Web nach relevanten Neuigkeiten ab und reicht diese direkt den AI an der Börse weiter. Man könnte es auch gleich der Polizei und den Sicherheitsdiensten weiterleiten. Irgendwann schreiben Sie was auf Twitter oder sonstwo, was den Psychoanalyse-AI nicht gefällt und 5 Minuten später werden Sie eingelocht. Da wird die Büchse der Pandorra geöffnet und kein Politiker fordert eine Regulierung, ist ja schließlich Neuland...
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