Von Konrad Lischka
Bei Login-Versuchen prüft Facebook in seiner Datenbank, von welchen IP-Adressen aus in der Regel ein Konto abgerufen wird und ob auf dem gerade benutzten Rechner ein Datr-Cookie liegt. Wenn ein Nutzer sich zum Beispiel immer von IP-Adressen in Deutschland aus bei Facebook einloggt und das Konto dann plötzlich von Nigeria aufgerufen wird, schlägt Facebooks Sicherheitssystem Alarm. Es sei denn, auf dem gerade genutzten Rechner liegt ein Datr-Cookie mit einer vertrauenswürdigen Geschichte. Vertrauenswürdig sind Browser mit einem Datr-Cookie, von dem aus Nutzer sich schon häufiger erfolgreich eingeloggt haben.
Die Logik dieses Systems: Es kann sein, dass jemand ihre Login-Daten über einen Phishing-Angriff geklaut hat. Aber es ist extrem unwahrscheinlich, dass dieser Kriminelle auch die Notebooks, Smartphones und Desktop-Rechner aller Phishing-Opfer geklaut hat.
Wenn jemand in Nigeria Urlaub macht und versucht, sich von einem neuen Rechner aus bei Facebook einzuloggen, kann er das mit etwas mehr Aufwand tun. Facebook fordert bei solchen verdächtigen Logins zusätzliche Nachweise, dass jemand auch wirklich derjenige ist, als der er sich einloggen will. Dazu gehören die sogenannten Social Captchas. Dieser Mechanismus, für den Facebook 2009 ein Patent einreichte, funktioniert so: Dem Nutzer werden drei Fotos von Menschen angezeigt, mit denen er bei Facebook befreundet ist. Er muss aus je neun Namensvorschlägen auswählen, wer auf dem jeweiligen Foto zu sehen ist.
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