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US-Internetgesetze Fünf Gründe für den Netz-Streik

6. Teil: Problem 5 - Filterung gefährdet die Architektur des Netzes

Wie genau die Internetanbieter in den USA das Netz künftig von Urheberrechtsverletzungen frei halten sollen, ist noch umstritten. Das Pipa-Gesetz beispielsweise sah in seiner bis Montag dieser Woche vorgeschlagenen Form sogenannte DNS-Filter vor: Die Internetanbieter würden dazu verpflichtet, beanstandete ausländische Seiten über eine Manipulation des Domain Name System des Internets für ihre Nutzer unerreichbar zu machen. Das Domain Name System übersetzt kryptische IP-Nummern in konkrete Internetadressen wie spiegel.de. Ein DNS-Filter würde diese Übersetzung blockieren. Ähnliches sah das in Deutschland gescheiterte Zugangserschwerungsgesetz gegen Kinderpornografie vor. Diese Lösung bringt zwei fundamentale Probleme mit sich: Einerseits lassen sich DNS-Filter mit Leichtigkeit umgehen - man muss nur die numerische IP-Adresse kennen. Andererseits würden sie ein derzeit in Planung befindliches Sicherheitsprotokoll namens DNSSEC unbrauchbar machen, das illegale Rechner-Entführungen wie die durch den Trojaner DNS-Changer künftig unmöglich machen soll.

Ein Team von renommierten Experten für Netzwerk-Sicherheit warnte schon im vergangenen Jahr, die DNS-Filter würden "sehr ernste technische und Sicherheitsbedenken mit sich bringen". Mittlerweile haben sowohl der Republikaner Lamar Smith, Vater von Sopa, als auch der Demokrat Patrick Leahy, Vater von Pipa, angekündigt, die DNS-Filter aus ihren Entwürfen zu nehmen. Wodurch sie aber ersetzt werden sollen, ist völlig unklar.

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insgesamt 205 Beiträge
Noctim 18.01.2012
War doch abzusehen. Wahre Meinungsfreiheit ist und war noch nie erwünscht. Es könnte ja zu Transparenz führen. Daher muss das Internet zensiert werden. Wie das Fernsehen und die Printmedien.
War doch abzusehen. Wahre Meinungsfreiheit ist und war noch nie erwünscht. Es könnte ja zu Transparenz führen. Daher muss das Internet zensiert werden. Wie das Fernsehen und die Printmedien.
Rodri 18.01.2012
Zwischen Moderation und Zensur besteht ein sehr schmalger Grad, den auch SPON oft überschreitet. Es gibt einen Unterschied, ob man Beleidigungen oder strafbare Aussagen löscht oder politisch andere Meinungen aus dem Forum [...]
Zitat von sysopDie englischsprachige Wikipedia streikt,*Tausende andere Web-Angebote machen mit. US-Poliker sind in Aufruhr, die Lobby der Unterhaltungsbranche schäumt. Doch warum sorgt das Sopa-Gesetz für solchen Aufruhr? Und betrifft es*die User in Deutschland? Fünf Antworten. US-Internetgesetze: Fünf Gründe für den Netz-Streik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,809842,00.html)
Zwischen Moderation und Zensur besteht ein sehr schmalger Grad, den auch SPON oft überschreitet. Es gibt einen Unterschied, ob man Beleidigungen oder strafbare Aussagen löscht oder politisch andere Meinungen aus dem Forum aussperrt.
rufus008 18.01.2012
Die Diskussion wird mal wieder ziemlich schwarz-weiß geführt. Der Aspekt, dass hier einige (Internet-)Unternehmen lediglich ihre wirtschaftlichen Interessen gefährdet sehen und deshalb Horrorszenarien heraufbeschwören, wird viel [...]
Zitat von sysopDie englischsprachige Wikipedia streikt,*Tausende andere Web-Angebote machen mit. US-Poliker sind in Aufruhr, die Lobby der Unterhaltungsbranche schäumt. Doch warum sorgt das Sopa-Gesetz für solchen Aufruhr? Und betrifft es*die User in Deutschland? Fünf Antworten.
Die Diskussion wird mal wieder ziemlich schwarz-weiß geführt. Der Aspekt, dass hier einige (Internet-)Unternehmen lediglich ihre wirtschaftlichen Interessen gefährdet sehen und deshalb Horrorszenarien heraufbeschwören, wird viel zu wenig beachtet. Dass ihnen die Netzgemeinde wie eine Horde blökender Schafe hinterher marschiert, macht die Sache nicht besser. Mal ganz davon abgesehen, dass auch ich die Gesetzesvorlagen im Detail für verbesserungswürdig erachte und bezweifle, dass sie so jemals in Kraft treten, halte ich sie im Ansatz und in der Sache für richtig. Diebstahl kann nicht die Grundlage für ein Geschäftsmodell sein.
Es wird immer Mittel und Wege geben, diese Sperren und Zensuren in irgendeiner Form zu umgehen. Das Internet lebt schließlich von einer gewissen Offenheit und Unzensiertheit, mit allen positiven und negativen Aspekten, welche [...]
Es wird immer Mittel und Wege geben, diese Sperren und Zensuren in irgendeiner Form zu umgehen. Das Internet lebt schließlich von einer gewissen Offenheit und Unzensiertheit, mit allen positiven und negativen Aspekten, welche diese Offenheit nun mal mitsichbringt. Die Industrie wird sich nicht auf Dauer erlauben können, Benutzer=Verbraucher auf Dauer zu verärgern und vor den Kopf zu stossen. Es sei denn alle haben die Absicht zu Apple Jüngern zu werden. Strohfeuer und Schuss der nach hinten losgeht, in einem!
sokrates1950 18.01.2012
der Spiegel berichtet sehr einseitig - sollen es doch auch Internet-Nutzer lernen, dass das geistiges Eigentum unter Schutz steht. WIKIPEDIA-Artikel schreiben einfach von anderen Lexikotheken, Artikel und Fachartikel ab, oft [...]
Zitat von sysopDie englischsprachige Wikipedia streikt,*Tausende andere Web-Angebote machen mit. US-Poliker sind in Aufruhr, die Lobby der Unterhaltungsbranche schäumt. Doch warum sorgt das Sopa-Gesetz für solchen Aufruhr? Und betrifft es*die User in Deutschland? Fünf Antworten. US-Internetgesetze: Fünf Gründe für den Netz-Streik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,809842,00.html)
der Spiegel berichtet sehr einseitig - sollen es doch auch Internet-Nutzer lernen, dass das geistiges Eigentum unter Schutz steht. WIKIPEDIA-Artikel schreiben einfach von anderen Lexikotheken, Artikel und Fachartikel ab, oft ohne Quellenangabe. Es ist doch praktisch, fremdes geistiges Eigentum als eigenes auszugeben, und das auch noch ohne Gewissensbisse. Ob die geplanten US-Gesetze sinnvoll sind, weiß ich nicht, aber es ist schon interessant, wie viele nicht bereit sind, selbst Wissen zu schaffen, aber fordern, fremdes Wissen frei nutzen zu dürfen. Hier scheint wirklich eine gesetzliche Regelung sinnvoll.
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So funktioniert das DNS-System
DNS ist das Kürzel für "Domain Name System" und steht für eine Technik, die es erheblich erleichtert, das Internet zu benutzen. Das dem Internet als Netzstandard zugrunde liegende Internet-Protocol (IP) legt fest, dass jede Website durch eine aus vier Zahlen zusammengesetzte, vier- bis zwölfstellige IP-Adresse identifiziert wird. Im Grunde müsste man beim Websurfen deshalb immer Adressen nach dem Muster 195.71.11.67 (SPIEGEL ONLINE) in die Adresszeile des Browsers eingeben. Doch wer könnte sich schon die IP-Adressen all seiner Lieblings-Websites in dieser Form merken?

Als Lösung für dieses Problem wurde das DNS-System entwickelt. Dabei handelt es sich um Datenbanken, in denen jeder IP-Adresse ein für Menschen verständlicher Name zugeordnet ist. Im Fall von SPIEGEL ONLINE übersetzt eine solche Datenbank die Browsereingabe www.spiegel.de in die IP-Adresse 195.71.11.67. Weil aber eine einzige Datenbank nicht ausreichen würde, um die Anfragen aller Internetnutzer zu beantworten, gibt es davon etliche Kopien, welche die Zugangsanbieter auf ihren eigenen DNS-Servern bereithalten und deren Datenbestände regelmäßig untereinander abgleichen.

Zudem bleibt es oft nicht bei einer einzigen DNS-Anfrage, wenn eine Seite aufgerufen wird, da es in der Natur des Web liegt, Seiten miteinander zu vernetzen. Beispielsweise wenn Bilder, Texte oder Videos aus anderen Quellen eingebunden werden, können beim Aufruf der Seite mehrere DNS-Anfragen nötig sein, um alle Inhalte laden zu können - und das kann Zeit kosten.





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