Sicherheitslücke in Warnsystem: Montana aufgepasst, die Zombies kommen

Zombie-Parade in Warschau (Symbolbild): Unbekannte knacken Warnsystem Zur Großansicht
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Zombie-Parade in Warschau (Symbolbild): Unbekannte knacken Warnsystem

Zombies im US-Bundesstaat Montana? Das automatische Warnsystem für den Rundfunk in den USA ist offenbar anfällig für Hacker-Angriffe. Eine IT-Firma warnt vor Sicherheitslücken, Unbekannte haben das Leck schon einmal benutzt, um die Apokalypse auszurufen.

Im Krisenfall sollen US-Bürger über Radio und Fernsehen schnell gewarnt werden können - dazu gibt es technische Einrichtungen beim Rundfunk, das Notfallwarnsystem Emergency Alert System (EAS). Doch ausgerechnet dieses System ist anfällig für Hackerangriffe, warnen IT-Sicherheitsexperten.

Die Firma IOActive berichtet von Problemen, die offenbar durch ein missglücktes Update des Herstellers entstanden sind. Damit Hacker die Systeme nicht kapern können, empfiehlt das Unternehmen den Rundfunksendern nun Vorsichtsmaßnahmen.

Ein Vorfall aus dem Februar zeigt, was sonst droht: Damals verschafften sich Witzbolde Zugang zum EAS im Bundesstaat Montana. Sie klinkten sich ins lokale TV-Programm ein und setzten eine via Audiodatei eingespeiste Warnung vor der kommenden Zombie-Apokalypse ab: "Die Behörden in Ihrem Gebiet haben berichtet, dass die Körper der Toten aus ihren Gräbern hervorkommen und die Lebenden angreifen." Zusätzlich informierte ein eingeblendeter Lauftext über angeblich betroffene Bezirke des Bundesstaats.

Für die IOActive-Experten ist der Vorfall das beste Beispiel für die Schwächen beim EAS. Die BBC zitiert die IT-Forscher mit der trockenen Bemerkung, es habe zwar keine Zombie-Apokalypse gegeben, aber der Vorfall habe deutlich gemacht, wie verwundbar das System sei.

Das EAS ist seit 1997 der digitale Nachfolger des seit den sechziger Jahren verwendeten Emergency Broadcast System (EBS). Mit dem EAS soll bei nationalen oder auch lokalen Bedrohungslagen wie Krieg, Unglücken oder Naturkatastrophen die Bevölkerung gewarnt werden. EAS erlaubt es dem amerikanischen Präsidenten, sich innerhalb von zehn Minuten an die gesamte Bevölkerung des Landes zu wenden.

In Großbritannien, wo es ein derartiges System nicht gibt, wird derzeit überlegt, auf soziale Medien zurückzugreifen. Ein Papier der Regierung über verhaltenswissenschaftliche Aspekte beim Zivilschutz befasst sich mit sozialen Netzwerken. Dort heißt es unter anderem, die Beliebtheit sozialer Medien mache sie zur idealen Plattform für Mitteilungen an die Bevölkerung sowie zur Verbreitung weiterer Informationen nach einem Unglücksfall (PDF).

meu

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Re: soziale Medien zurückzugreifen
shine31 10.07.2013
Zitat von sysopIn Großbritannien, wo es ein derartiges System nicht gibt, wird derzeit überlegt, auf soziale Medien zurückzugreifen... Dort heißt es unter anderem, die Beliebtheit sozialer Medien mache sie zur idealen Plattform für Mitteilungen an die Bevölkerung sowie zur Verbreitung weiterer Informationen nach einem Unglücksfall
Na wunderbar. Und weil bei Facebook und Twitter jeder was schreiben kann, schreibt halt jeder seine eigene "Zombie-Warnung". Und die gibt es dann noch 2 Jahre nach der Zombie-Plage, weil gewisse Leute diese Meldung dann immer noch "teilen"...
2.
Tiananmen 10.07.2013
Zitat von shine31Na wunderbar. Und weil bei Facebook und Twitter jeder was schreiben kann, schreibt halt jeder seine eigene "Zombie-Warnung". Und die gibt es dann noch 2 Jahre nach der Zombie-Plage, weil gewisse Leute diese Meldung dann immer noch "teilen"...
Ja, tolle Idee. Wann lernt die Politiker-Bande endlich mal, dass nicht alles, was 12jährige Mädchen so begeistert, auch adäquate Medien sind, die für politische Statements und gar Warnungen taugen. Oder kann man aus solchen Äußerungen auf den (geistigen) Reifegrad der PolitikerInnen schließen? Ich fürchte, dass das so ist.
3. da die USA die NSA hat ...
schelmig13 10.07.2013
wissen doch die US Bürger schon im voraus wer und was sie bedroht. Siehe Boston.
4. Reißerisches Foto...
onkel_apollo 10.07.2013
...hätte etwas anderes als einen weiteren Hacker- NSA- IT-Artikel erwartet...
5. Politikerhorizont von 12:00 bis Mittag...
clint east wood 11.07.2013
Nee, watt jaab et n Hype über Yahoo, "jeder" hatte mal ein Account hier oder da (mensch lese mal Überschriften aus 1999 nach, dat is amüsannd) Und die Zahlen, wieviele "Nutzer" Facebook hat stammen von...facebook. Die meisten Accounts sind tot - oder vielleicht doch untot. Für Notfallansprachen, das die Ausserirdischen (resp. die Ossis, die Russen, die Äjüppter, Syrer) gezz doch da sinn, jibbet nur 2 Medien die funzen: Radio & Fernsehen. Bei facebook irgendwas erzählen oder auf Youtube ein Merkelvideo stellen - dat jlaubt doch keiner, dat hält jeder für prank oder fake. Selbst wenn gleichzeitich Sirenen läuten oder Kirchenglocken heulen. Entweder halten die Leute dat fürn TEst oder der Papst is dood - egal gezz, welcher.
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