Hacker Marcus Hutchins Mutmaßlicher WannaCry-Retter darf sich wieder frei bewegen

Der Hacker Marcus Hutchins steht nicht mehr unter Hausarrest. Er spielte eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Erpressersoftware WannaCry. Wenige Monate später wurde er verhaftet.

Der britische Hacker Marcus Hutchins
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Der britische Hacker Marcus Hutchins


Es war ein bewegtes Jahr für Marcus Hutchins: Erst wurde er zum gefeierten Held, dann geriet er ins Visier der Justiz und wurde unter Hausarrest gestellt. Nun darf er sich wieder frei bewegen.

Der britische IT-Spezialist gelangte im Mai weltweit zu Ruhm, indem er nach eigenen Angaben eine weitere Verbreitung der Erpressersoftware WannaCry verhinderte. Das gelang ihm, indem er eine bestimmte Domain registrierte - und so nach eigenen Angaben zufällig die Schadsoftware daran hinderte, weitere Rechner zu befallen.

Im August dann nahm das FBI den 23-jährigen Briten in Las Vegas fest. Der Verdacht: Hutchins soll an der Entwicklung der Schadsoftware "Kronos" beteiligt gewesen sein, mit der Login-Daten von Onlinebanking-Nutzern gestohlen werden.

Seit der Festnahme wartet der Hacker, der im Netz als MalwareTech bekannt ist, in Los Angeles auf seinen Prozess. Weil die Behörden befürchteten, dass der Brite versucht auszureisen, stellten sie ihn unter Hausarrest, überwachten seinen Standort via GPS und limitierten seinen Internetzugang.

Jetzt darf er sich wieder frei bewegen und ist auch wieder auf Twitter aktiv. Gestern Abend postete Hutchins ein Foto von einem Abend am Lagerfeuer, um seine zurückgewonnene Freiheit zu feiern.

Seine Anwältin hatte zuvor einen Brief an das zuständige Gericht geschrieben und gefordert, dass der Hausarrest aufgehoben wird. Marcus Hutchins wartet jetzt weiter auf seine Verhandlung und muss im November erneut vor Gericht erscheinen.

tki

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