Sascha Lobos Medienkritik Warum der Journalismus wütend macht

Egal, ob es um den Brexit, die AfD oder Donald Trump geht: Kolumnist Sascha Lobo wirft Medien vor, sich ständig instrumentalisieren zu lassen. Sein Text löste heftige Diskussionen aus, im Podcast geht er darauf ein.

London
Getty Images

London


Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #75 - Verantwortung des Journalismus: So kann es nicht weitergehen

Sascha Lobos jüngste Kolumne war eine Medienschelte, die viel Aufsehen erregt hat. Lobo ärgerte sich in seinem Text über den Umgang vieler Redaktionen mit Themen wie dem Brexit, US-Präsident Donald Trump und dem Angriff auf den AfD-Politiker Frank Magnitz.

"Der Aufstieg der autoritären Kräfte weltweit wäre ohne Medien nicht möglich gewesen, und zwar sowohl sozialer wie redaktioneller Medien", schrieb er. "Die Verantwortung für eine weitere Stärkung der Rechten, Rechtsextremen, Autoritären liegt zum guten Teil bei ebendiesen Medien."

Darüber, ob diese Einschätzung stimmt und was Lobos Ansichten womöglich über seine "Weltsicht" aussagen, wird in der Branche, aber auch in sozialen Netzwerken viel und heftig diskutiert.

In seinem Podcast zur Kolumne stellt sich Lobo den Reaktionen auf seinen Text.

Wie und wo kann ich den Podcast abonnieren?

Sie finden "Sascha Lobo - Der Debatten-Podcast von SPIEGEL ONLINE" regelmäßig sonntags auf SPIEGEL ONLINE (einfach oben auf den roten Play-Button drücken) und auf Podcast-Plattformen wie iTunes, Spotify, Deezer oder Soundcloud. Sie können den Podcast aber auch auf Ihr Smartphone, Tablet oder Ihren Computer herunterladen. So können Sie ihn jederzeit abspielen - auch wenn Sie offline sind.

Wenn Sie keine Folge verpassen wollen, sollten Sie den Podcast von Sascha Lobo abonnieren, es kostet nichts.

Falls Sie diesen Text auf einem iPhone oder iPad lesen, klicken Sie hier, um direkt in Apples Podcast-App zu gelangen. Klicken Sie auf den Abonnieren-Button, um gratis jede Woche eine neue Folge direkt auf Ihr Gerät zu bekommen.

Falls Sie ein Android-Gerät nutzen, können Sie sich eine Podcast-App wie Podcast Addict, Pocket Casts oder andere herunterladen und dort "Sascha Lobo - Der Debatten-Podcast von SPIEGEL ONLINE" zu Ihren Abos hinzufügen.



insgesamt 25 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
wpstier 20.01.2019
1. Wo er Recht hat.....
Er, Sascha Lobo, hat nur zu Recht mit seiner Medienschelte. Alle Welt spricht allerdings von Lügenjournalismus, denn so kann man es extrem nennen.
servencounter 20.01.2019
2. Spiegel
Herrn Lobo gefällt es nicht in den Spiegel zu schauen; verständlich. Dass Er sich immer noch nicht selbst darin erkennt ist erstaunlich.
Sisyphos der Linke 20.01.2019
3. Glaubwürdigkeitsproblem
wer SPON nach Herrn Lobos Medienschelte weiter verfolgt hat, musste sehen, dass SPON genau so weitermacht wie Herr Lobo es anprangert. Das war auch die Kritik an seinem Beitrag von vielen Foristen. Ob Herr Lobo bereit ist, persönliche Konsequenzen daraus zu ziehen, wage ich zu bezweifeln.
toni.widmer 20.01.2019
4. Er hat recht
Ich bin mit Lobo weit nicht immer einig - hier aber vollumfänglich! Einst haben Journalisten über Leute berichtet, die etwas zu sagen hatten. Heute befördern sie jeden Idioten in den Schlagzeilen-Olymp, weil es Quote bringt. Warum schreibt Spon über jeden Furz von Trump? Weil es relevant ist? Nein, weil es Klicks bringt!
TS_Alien 20.01.2019
5.
Meine Hauptvorwürfe an die Medien sind andere. Die Medien machen oftmals als Mäusen Elefanten. Oder umgekehrt. Die Finanzkrise ist aus den Medien verschwunden. Genauso die absehbaren Probleme des Rentensystems. Stattdessen werden Themen behandelt, die zweitrangig sind. Beispiel: Die PKW-Maut. Die Medien achten nicht auf Feinheiten der deutschen Sprache. Am meisten regt mich auf, dass die Medien nie die passenden Fakten von jemandem verlangen, der etwas behauptet. Besonders bei Interviews oder in Talkshows reiht sich eine Behauptung an die andere. Und niemand schreitet ein, bohrt nacht oder widerlegt unsinnige Behauptungen. Talkshows, in der Politiker zu Gast sind, kann man sich nicht mehr anschauen. Das ist vergeudete Zeit. Im Videotext steht bei Unglücken meistens "Die Zahl der Toten steigt". Warum schreibt man dort nicht "Bisher x Tote"? Und warum unterscheidet man bei fast allen Unglücken zwischen deutschen und nichtdeutschen Toten? Und das bereits von Anfang an.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.