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Weitergabe von Nutzerdaten: Datenschützer sieht bei Facebook "Beweglichkeit"

Facebook erwägt angeblich Änderungen bei der Verarbeitung von Nutzerdaten aus Schleswig-Holstein. Der Landesdatenschutzbeauftragte Thilo Weichert sagt, Facebook habe "eine gewisse Beweglichkeit signalisiert" - konkrete Änderungen gebe es jedoch nicht.

Mark Zuckerberg: Der Facebook-Boss erklärt, wie er die Welt vernetzen will Zur Großansicht
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Mark Zuckerberg: Der Facebook-Boss erklärt, wie er die Welt vernetzen will

Hamburg - Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert äußert sich nach einem Gespräch mit einem Facebook-Manager vorsichtig positiv: "Die Firma hat eine gewisse Beweglichkeit signalisiert." Konkret habe Facebook als denkbare Optionen "erweiterte Wahlmöglichkeiten für Seitenbetreiber und Facebook-Nutzer in Schleswig-Holstein" erwähnt.

Das von Weichert geleitete Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Schleswig-Holstein wirft Facebook vor, gegen deutsches und europäisches Datenschutzrecht zu verstoßen. Die Firma informiere Nutzer nicht hinreichend darüber, welche Daten in die USA übermittelt und wie sie dort genutzt werden. Das ULD hatte im August angekündigt, wegen solcher nun gegen Website-Betreiber in Schleswig-Holstein vorzugehen, die Facebook-Fanpages betreiben oder bestimmte Facebook-Angebote auf ihren Websites eingebunden haben.

Seitdem diskutieren Facebook-Manager mit ULD-Vertretern diesen Sachverhalt. Auf eine Anfrage zu den möglichen Änderungen, die nun laut NDR in Aussicht gestellt worden sein sollen, sagt eine Facebook-Sprecherin: "Wir erinnern uns anders an dieses Gespräch." Facebook habe aber nicht das Ziel, eine "spezielle Lösung für Schleswig-Holstein" zu schaffen.

Thilo Weichert sagte SPIEGEL ONLINE: "Es gibt derzeit keine konkreten Änderungen oder Änderungsabsichten. Facebook ist uns kommunikativ entgegengekommen, in der Sache bislang nicht."

Man sei im Dialog mit Facebook, das Unternehmen habe präzisere Informationen zur Datenverarbeitung angekündigt, es gäbe derzeit seines Wissens aber keine konkreten Änderungen oder Änderungsabsichten.

lis

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insgesamt 2 Beiträge
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1. es gibt Wichtigeres im Leben
cine, 21.10.2011
Langsam verkommt das alles zur Posse. Auf der einen Seite die Vorratsdatenspeicherung, die unter "ferner liefen" abgehandelt wird, aber so ein Gedöns um den Facebook Like Button.
2. Was bedeutet "Beweglichkeit"
Nikodemus 21.10.2011
Dieses Politiker- und Datenschützer-Gesülze täuscht doch nur über die Unfähigkeit hinweg, konkret herauszufinden, was genau Facebook mit den Userdaten anstellt und wem diese verkauft werden. Wer wäre nicht "beweglich", wenn er seine Dollarmillionen gegen unbequeme Fragen abblocken würde?
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Soziale Netzwerke
Facebook
Facebook ging Anfang 2004 als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten online. Zunächst konnten nur Menschen mit E-Mail-Adressen ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden, seit 2006 ist die Seite für alle Über-13-Jährigen offen. Nach eigenen Angaben hat Facebook 845 Millionen aktive Mitglieder weltweit (Dezember 2011). Mehr zu Facebook auf der Themenseite.
Google+
Google+ ist der Versuch, den sozialen Funktionen von Facebook und Twitter etwas entgegenzusetzen. Das soziale Netzwerk wurde im Juni 2011 gestartet und hat nach Firmenangaben rund 170 Millionen Nutzer (April 2012). Der Funktionsumfang ist rein aus Nutzersicht vergleichbar mit Facebook, Schnittstellen für externe Entwickler sind allerdings eingeschränkt. Google animiert seine Nutzer, das Netzwerk als zentralen Hub für seine Dienste zu nutzen. Mehr zu Google+ auf der Themenseite.
Twitter
Der auf kurze Textnachrichten spezilalisierte Dienst Twitter wurde im Juli 2006 gegründet. Populär wurde der Dienst als Verteilnetzwerk für Links, Fotos und Videos. Twitter zählt nach eigenen Angaben mehr als 140 Millionen Nutzer (März 2012). Mehr zu Twitter auf der Themenseite.
Xing
Xing (früher OpenBC) wurde 2003 von Lars Hinrichs gegründet. Nach eigenen Angaben hat Xing über 11,7 Millionen Mitglieder (Stand: Dezember 2011), etwa acht Prozent haben einen kostenpflichtigen Premium Account. Bei Xing geht es vor allem um berufliche Kontaktaufnahme. Mehr zu Xing auf der Themenseite...
StudiVZ
Ehssan Dariani hat die Studenten-Community StudiVZ 2005 gegründet. Zuerst investierten Lukasz Gadowski und Matthias Spiess in StudiVZ, später finanzierten es vor allem die Gebrüder Samwer - bekannt für die Klingeltonfirma Jamba - und der Venture-Capital-Arm des Holtzbrinck-Verlags ("Die Zeit", "Handelsblatt"). Im Januar 2007 übernahm Holtzbrinck StudiVZ. Derzeit haben die Plattformen studiVZ.net, schuelerVZ.net und meinVZ.net nach eigenen Angaben rund 17,4 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2011). Mehr zu StudiVZ auf der Themenseite...
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Im Mai 2005 gegründet, hat das Netzwerk Lokalisten nach eigenen Angaben (Stand Juli 2010) inzwischen 3,6 Millionen Nutzer. Mehr zu Lokalisten bei Wikipedia...
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Das 1996 in Regensburg gegründete Unternehmen Spin betreibt ein eigenes soziales Netzwerk, aber auch integrierte Unter-Communitys mit regionalem Fokus, die mit Partnern vor Ort (Lokalradios vor allem) betrieben werden. Nach eigenen Angaben (Stand Februar 2011) hat Spin.de eine Million aktive Mitglieder. Mehr zu Spin.de bei Wikipedia...
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MySpace
MySpace war 2006 das populärste soziale Netzwerk in den USA. Ein Jahr zuvor war es von Rupert Murdochs News Corporation gekauft worden. Bekannt wurde es durch die Möglichkeit, Musik einzubinden. Künstler und Bands nutzten die Plattform als Marketingplattform. Zeitweise hatte MySpace mehr als 220 Millionen Nutzer, nach Berechnungen von Google rund 30 Millionen Nutzer (Dezember 2011). Mehr zu MySpace auf der Themenseite...

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