YouTube und Gema: Warum Deutschland schwarz sieht

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9. Teil: Wie hoch sind die Tarife in anderen Staaten?

Einige Verwertungsgesellschaften im Ausland haben sich mit YouTube auf Deals geeinigt, die keine Mindestvergütung je Abruf vorsehen. Die französische Verwertungsgesellschaft Sacem hat 2010 mit YouTube einen Vertrag bis Ende 2012 geschlossen, der eine jährliche Mindestgarantiesumme enthält, aber keine Mindestvergütung je Abruf.

Simfy-Geschäftsführer Gerrit Schumann berichtet von Auslandserfahrungen: "Generell gilt für ausländische Verwertungsgesellschaften, dass die Tarife für werbefinanzierte Modelle um circa 50 bis sogar 80 Prozent günstiger sind als in Deutschland."

YouTube hat nach eigenen Angaben für 42 Staaten Vereinbarungen mit Verwertungsgesellschaften - die dürften ähnlich strukturiert sein wie die in Frankreich. Dass solche Verträge existieren, spricht nicht unbedingt gegen die Argumentation der Gema. Denn die Gema hatte ja auch bis 2009 einen Vertrag mit YouTube - vielleicht waren die Vergütungserlöse niedriger als erwartet. Vielleicht machen die Verwertungsgesellschaften in anderen Staaten ähnliche Erfahrungen.

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Mitarbeit: Ole Reißmann

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