YouTube und Gema Warum Deutschland schwarz sieht

Die Gema hat was gegen das Internet, Google beutet Künstler aus: Im Streit um geblockte Musikvideos bei YouTube fallen immer wieder die gleichen Vorwürfe. In Wahrheit ist alles nicht so einfach - die wichtigsten Streitpunkte und Argumente im Überblick.

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"Dieses Video ist in Deinem Land nicht verfügbar": Diese Mitteilung sehen YouTube-Nutzer regelmäßig, wenn sie Musikvideos auf Googles Videoplattform sehen wollen. Bis heute haben sich die Verwertungsgesellschaft Gema und YouTube nicht auf einen Vertrag einigen können - und nun sehen sie sich sogar vor Gericht.

Vor dem Landgericht Hamburg treffen am Donnerstag YouTube und die Gema aufeinander. Es geht um zwölf Musikstücke, die YouTube niemals auch nur für kurze Zeit anzeigen soll.

Denn Nutzer stellen trotzdem immer wieder Videos auf YouTube, die lizenzpflichtige Musik enthalten. Bis solche Clips gesperrt werden, können Tage vergehen. An diesem Donnerstag ist der erste Verhandlungstag, die Gema fordert, dass zwölf lizenzpflichtige Musikvideos auch nicht kurzfristig auf der Seite zu sehen sein dürfen, so lange es keinen Vertrag gibt.

YouTube soll Videos nicht erst nachträglich löschen: YouTube soll auch sicherstellen, dass diese Videos nicht von Nutzern erneut hochgeladen und dann auf der Website zu sehen sind. Eine Vorabprüfung aller Videos lehnt Google allerdings ab.

Die Entscheidung des Landgerichts Hamburg in dem Streit könnte Auswirkungen nicht nur auf YouTube haben. Denn eigentlich geht es darum, dass die Gema und YouTube grundsätzlich andere Vorstellungen davon haben, wie die Vergütung für die Musikvideos im Internet auszusehen hat.

Hat die Gema das Internet nicht verstanden? Oder will YouTube nicht genug Geld zahlen? Die wichtigsten Aspekte des komplexen Falls im Detail:

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