11.000 Computer betroffen BKA zerschlägt internationales Botnetz

Dem BKA ist es gelungen, ein internationales Botnetz abzuschalten. Es setzte sich aus bis zu 11.000 Computern aus über 90 Staaten zusammen. Mehr als die Hälfte der Systeme befand sich in Deutschland.

Eingangsbereich des Bundeskriminalamts (in Wiesbaden): Ermittlungen gegen Cyberkriminelle aufgenommen
DPA

Eingangsbereich des Bundeskriminalamts (in Wiesbaden): Ermittlungen gegen Cyberkriminelle aufgenommen


Das Bundeskriminalamt (BKA) ermittelt gegen Cyberkriminelle, die mit einer Software bis zu 11.000 Computersysteme in über 90 Staaten infiziert haben sollen. Mehr als die Hälfte der betroffenen Systeme habe sich in Deutschland befunden, sagte ein BKA-Sprecher am Dienstag. Es gebe Hinweise auf Täter in Deutschland. Die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt dauerten noch an, Details könnten daher nicht bekannt gegeben werden.

Experten sei es gelungen, das sogenannte Botnetz zu identifizieren und zu zerschlagen, erklärte der Sprecher. Bei einem Botnetz handelt es sich um einen Zusammenschluss einer Vielzahl von Computern, die mit einer Schadsoftware infiziert wurden. Kriminelle nutzen zum Beispiel E-Mail-Anhänge oder Downloads, um Schadprogramme vom Nutzer unbemerkt auf dessen Computer zu installieren. Die Angreifer können anschließend auf den Rechner zugreifen und Daten kopieren.

Die im aktuellen Fall betroffenen Computerinhaber seien über ihren Provider über die Gefahren benachrichtigt worden, sagte der BKA-Sprecher. Weitere Informationen über den Umgang mit solchen Fällen und Hilfen für die Erstattung von Anzeigen gebe es auf den Seiten des BKA und des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

In der Vergangenheit sind bereits deutlich größere Botnetze abgeschaltet wurden, zum Teil waren mehrere Millionen Computer infiziert. Diesen Oktober hatte das Qbot-Botnetz Schlagzeilen gemacht, mit dem Onlinekriminelle die Zugangsdaten von Hunderttausenden Bankkonten abgefischt hatten.

mbö/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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kobl 30.12.2014
1. Danke, BKA, ...
... und ein mindestens ebenso erfolgreiches Neues Jahr 2015!
Oberleerer 30.12.2014
2.
Solange nichtmal mehr fachkundigen Benutzern klar ist, wohin der PC ständig Daten verschickt, wird sich an dem Problem nichts ändern. Ein Bsp.: Der Datei-Explorer verbindet sich bei jedem Klick in einen Ordner zu Microsoft: http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=1266132
kinngrimm 30.12.2014
3. Danke, weiter so.
Bislang hatte ich in 20 Jahren gerade mal 2 Viren auf meinen Rechnern, selbige auch kurz nach deren Empfang wieder los geworden . Dementsprechend sind manche Themen für mich eher weniger nachvollziehbar, hier jedoch freue ich mich richtig das a) unsere Behörden Erfolge bei der Bekämpfung dieser Art von Kriminalität haben wo Ihnen immer wieder auch gegenteiliges Nachgesagt wurde und b) das Kriminelle nicht davon kommen und uns ne lange Nase machen. Man muß sich bei den ganzen Bits und Bytes auch immer wieder vor Augen halten das hinter den Delikten echte menschliche Schicksale stehen.
Hosterdebakel 30.12.2014
4. Wie denn
Zitat von OberleererSolange nichtmal mehr fachkundigen Benutzern klar ist, wohin der PC ständig Daten verschickt, wird sich an dem Problem nichts ändern. Ein Bsp.: Der Datei-Explorer verbindet sich bei jedem Klick in einen Ordner zu Microsoft: http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=1266132
das? Doch nur wenn Sie dem System die Verbindung erlauben, bzw. eine ständige Verbindung haben. Wie immer sitzt das Problem VOR dem Bildschirm.
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