Von Oliver Klatt
Max Payne (2001)
Max Payne, Ermittler für die amerikanische Bundesbehörde für Drogenbekämpfung DEA, bekommt von seiner Widersacherin Mona Sax die Designerdroge Valkyr in den Drink geschüttet und verliert daraufhin das Bewusstsein. In dem nun folgenden Albtraum wird Max mit dem gewaltsamen Tod seiner Familie konfrontiert, die er vor drei Jahren verloren hat.
"Besonders interessant ist in diesem Traum die Bedeutung des Hauses. Man muss bei der Interpretation zwischen einer Subjekt- und einer Objektebene unterscheiden. Interpretiert man das in einem Traum vorkommende Gebäude auf der Objektstufe, ist ein real existierender Ort gemeint, mit dem der Träumende wichtige Erinnerungen verbindet. In diesem Fall ist es das Haus, in dem Max Payne mit seiner Frau und seiner Tochter gelebt hat.
Auf der Subjektstufe ist die Deutung jedoch weitaus ergiebiger: Die langen, sich zum Labyrinth verzweigenden Gänge (1) stehen für Schuldgefühle, die den Träumenden plagen und ihn gefangen halten. Sie sind ein Zeichen der Ausweglosigkeit und verbildlichen das Gefühl, einer bestimmten Lebenssituation nicht entfliehen zu können, obwohl man es gerne möchte. Max Payne macht sich offenbar Vorwürfe, dass er die Ermordung seiner Familie nicht verhindern konnte. Zudem sind sowohl das Badezimmer (2) als Ort der Reinigung als auch das Wohnzimmer (3) als Ort der Geselligkeit zerstört, und auch der Weg zum Schlafzimmer (2) als Ort der Intimität wird dem Träumenden versperrt. All das suggeriert tiefe Verzweiflung und Einsamkeit."
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