Klar. Das Spiel wird zu unserem eigenen Werk. Und indem wir unser Werk verbreiten, zeigen wir der Welt, was wir draufhaben. Im Grunde ist diese "subjektive Wertsteigerung" nichts anderes als das allzu menschliche Geltungsbedürfnis, das bereits Web-2.0--Seiten wie Youtube und Myspace zu ihrem Erfolg verholfen hat. Der User will selbst etwas erschaffen – und sich damit der Welt zeigen. Egal ob Hochzeitsvideos, Songs oder Urlaubsfotos. Und nun eben auch Rennstrecken, Levels und Spielfiguren.
Und damit sind die Möglichkeiten des "Game 2.0" noch lange nicht ausgeschöpft. Jorge Lima ist ein Visionär, dem noch viel Größeres vorschwebt. Er ist Leiter des "Open Source Metaverse Project".
Lima und seine Leute träumen davon, dass der User Created Content aller Computerspiele untereinander austauschbar wird, indem man gemeinsame Programmstandards und eine gemeinsame Spielengine schafft.
Lima prophezeit: "Eines Tages wird jedes Spiel Teil eines globalen dreidimensionalen Netzes sein. Ein Spiel wie ‚Second Life‘ ist ja im Grunde nichts anderes als Youtube. Es ist eine Art 3D-Website, auf der Menschen Inhalte erzeugen und anderen anbieten können. Und andere Spiele bilden weitere ‚3D Sites‘. Unser Ziel ist es, sie alle zu einem großen ‚3D-Web‘ zu vereinen."
Noch ist das natürlich alles Zukunftsmusik. Aber wer weiß: Vielleicht werden wir in einigen Jahren mit unseren "World Of Warcraft"-Nachtelfen in einem "Trackmania"-Rennwagen durch die Welt von "Second Life" heizen. In einem echten Game 3.0.
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