Von Matthias Kremp
Das größte Manko des Windows Home Server ist jedoch, dass Microsoft die Software nicht als Einzelprodukt anbietet. Während man das Programmpaket im Rahmen des Betatests noch auf jedem beliebigen Rechner installieren durfte, der die Grundvoraussetzungen zum Betrieb erfüllte, soll sie künftig nur noch im Komplettpaket mit Hardware zu bekommen sein. Das ist bedauerlich, wäre der Windows Home Server ansonsten doch eine wunderbare Möglichkeit, das Leben ausgedienter PCs zu verlängern.
Immerhin jedoch ist die Software so ausgelegt, dass sie auch auf bescheidener Hardware störungsfrei läuft. So genügt als Minimalausstattung ein Pentium 3-Prozessor der Ein-Gigahertz-Klasse, eine 70 Gigabyte-Festplatte sowie ein DVD-Laufwerk. Monitor, Tastatur und Maus werden nur während der Installation benötigt, können also von einem anderen PC ausgeborgt werden.
Fujitsu-Siemens zeigt auf der Ifa den Scaleo Home Server. Ausgestattet mit zwei 250-Gigabyte-Festplatten und einem Intel Celeron-Prozessor soll er für 499 Euro angeboten werden - und dabei auch noch gut aussehen, denn die Konstrukteure haben ihn in ein sehr schlankes Gehäuse verpflanzt. Der Aldi-Zulieferer Medion hingegen setzt bei seinem Heimserver auf schlichtes PC-Design. Aber das muss kein Nachteil sein.
Denn im Idealfall verschwindet der Rechner nach der Installation sowieso im Keller oder einem Wandschrank, wo er niemanden stört. Solange es dort eine Steckdose und eine Netzwerkkabel gibt, ist es egal, wo die Kiste eigentlich steht - Hauptsache, sie erledigt ihren Job.
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