Wer sich bisher nicht für die Anschaffung eines LCD- oder Plasmafernsehers erwärmen konnte, bekommt mit der neuen Generation der Full-HD-Beamer die Chance, diesen Schritt zu überspringen und sich gleich ein Heimkino einzurichten.
Bisher waren es eher die Technikfetischisten, die für Luxus-Projektoren von Firmen wie Cinetron, Marantz, SIM2, JVC, Sharp oder Sony bereit waren, Beträge zwischen 6000 und 20.000 Euro auszugeben. Der Mainstream-Verbraucher begnügte sich mit schlichteren Geräten rund um die Schallgrenze von tausend Euro, meist, um zur Fußball-WM ein paar mehr Kumpels im Haus zu haben.
Nun also purzeln bei den HD-Beamern die Preise. Das liegt zum einen an der - im Wortsinn - verschärften Konkurrenz im TV-Bereich, zum anderen an der generell erhöhten Nachfrage: Die wachsende Zahl an HD-Quellen - von Spielkonsolen über Camcorder bis zu Filmen im Blu-ray- beziehungsweise HD-DVD-Format - erhöht die Schar der HD-Interessierten maßgeblich.
Full-HD ab 3000 Euro
Zwar sind die Preise gepurzelt, der Unterschied zwischen HD und Full-HD ist aber noch immer deutlich erkennbar. So ist Epsons HD-Beamer EMP-TW680, der Bewegtbilder mit maximal 720p auf die Wand projizieren kann, zum Preis von 1099 Euro erhältlich. Das im Design ähnlich geschwungene Modell EMP-TW2000 bietet die volle HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten (1080p) - und kostet dafür gleich das dreieinhalbfache: 3499 Euro.
Wer auf der Messe die Möglichkeit nutzt und das Bild beider Projektoren miteinander vergleicht, wird jedoch feststellen, dass der Qualitätsunterschied deutlich sichtbar ist. Immerhin bietet das teure Modell einen Kontrastwert von 50.000:1, während die mittlere Beamerklasse gerade auf 10.000:1 kommt. Hinzu kommen bessere Bildhelligkeitswerte, eine längere Laufzeit der Lampe und HDMI-Schnittstellen.
Bei der Firma Optoma sind die Neuvorstellungen ähnlich gestaffelt: Das HD-70-Modell mit einer Auflösung für 720p gibt es ab 1200 Euro, während der neue Full-HD-Beamer HD-81 im silberfarbenen Outfit rund 3000 Euro kosten soll. Die Firma BenQ hat für Heimcineasten das Full-HD-Modell W9000 für rund 3500 Euro im Angebot.
Vorsicht: Krawallbeamer
Während die meisten Beamer im sperrigen Brotkastendesign daherkommen, hat Samsung seinem neuen Modell der 1080p-Klasse ein flaches, organisches Design angedeihen lassen. Preis und Verfügbarkeit wurden auf der Ifa-Präsentation noch nicht genannt; technisch kann der Samsung-Projektor jedoch kaum gegen die Produkte der Konkurrenz anstinken: Zwar verfügt er über 24-Bilder-Modus und zwei HDMI-Anschlüsse, soll aber nur eine Lampenlaufzeit von 2000 Stunden haben und mit 25 Dezibel Betriebslautstärke ganz gut Krawall machen.
Mit 19 Dezibel stellt Mitsubishi dagegen ein vergleichsweise leises Modell neu vor: den HC4900. Der Preis dieses Full-HD-Beamers sowie seines Brudermodells HC6000 inklusive besserem Kontrastverhältnis steht bisher noch nicht fest, dürfte sich aber im gleichen Bereich anderer Mitbewerber bewegen.
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