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04.09.2007
 

Ifa-Highlights

Flaches wird flacher, Buntes wird bunter

Von Matthias Kremp

Hightech bis zum Abwinken: Von ultraschlanken TV-Geräten bis zu peppig bunten Mini-Tonstudios war auf der diesjährigen Ifa in Berlin alles zu sehen, was die Unterhaltungsbranche an Neuem zu bieten hatte. SPIEGEL ONLINE zeigt die heißesten Tech-Spielzeuge der Messe.

Als ginge es um sportliche Höchstleistungen, protzten die Aussteller auch auf der diesjährigen Ifa wieder mit Superlativen - und mit technologischen Highlights. So gab es die unvermeidlichen Riesenfernseher, superschnelle Digicams zu sehen - und natürlich knapp bekleidete Promotorinnen.

Hinter diesem Bohei jedoch bestimmten andere Themen das Geschehen. So sprach kein TV-Anbieter mehr von HD-Ready, dem Logo, mit dem die Branche HD-fähige Geräte kennzeichnet. Stattdessen gibt es nun das "HD ready 1080p"-Logo. Damit sollen künftig Geräte markiert werden, die HDTV bis zur höchsten Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkte in allen relevanten Varianten beherrschen.

Mit diesem Schritt versucht die Branche sich gegen den turbulenten Preisverfall zur Wehr zu setzen, der die Gewinnmargen schmelzen lässt. Schließlich können Full-HD-TV-Geräte zu Premium-Preisen angeboten werden.

Aber auch in anderen Bereichen hat sich einiges getan. So glänzen neue Navigationssysteme mit fortschrittlichen Funktionen, die den Weg auch ohne GPS finden lassen - zumindest streckenweise (siehe Bildergalerie). Surroundsound kommt bei den neuesten Anlagen in noch besserer Qualität als bisher aus mindestens acht Lautsprecherboxen. Und dass man elektronische Geräte immer noch am liebsten mit den Fingern bedient, haben viele Hersteller zum Trend erkoren.

Die Ifa künftig im Frühjahr?

Mit dem Interesse des Publikums zeigen sich Aussteller und Veranstalter der Messe jedenfalls zufrieden. Mehr als 100.000 Besucher hätten die Ifa während der ersten drei Messetage besucht. Das werde "mit Sicherheit zu vollen Auftragsbüchern" der rund 1200 teilnehmenden Firmen führen, sagte Messe-Geschäftsführer Christian Göke. Bis zum Ende der Messe wird ein Ordervolumen von rund 2,6 Milliarden Euro erwartet.

Dennoch gibt es auch Kritik. So zweifeln einige Aussteller hinter vorgehaltener Hand daran, dass es sinnvoll ist, die Messe jährlich stattfinden zu lassen. Panasonic-Europachef Joachim Reinhart forderte in der "Financial Times" gar, die Ifa solle ins Frühjahr verlegt werden, also näher an CES, 3GSM und Cebit rücken. Es sei "definitiv ein Nachteil, dass diese Messe so spät stattfindet", sagte Reinhardt.

Doch dass sich am Ifa-Termin bald etwas ändert, ist kaum zu erwarten. Zumindest für den Spätsommer 2008 sind die Vorbereitungen längst angelaufen.

Eines allerdings hat sich bereits geändert. Die Messe Berlin hat beschlossen, die Ifa künftig nur noch mit ihrem Drei-Buchstaben-Kürzel zu bezeichnen. Der Begriff "Internationale Funkausstellung" hingegen soll entfallen. Damit hätte vor allem ausländische Teilnehmer immer so ihre Probleme - und gerade die internationale Kundschaft soll die Messe schließlich an die Spree locken.

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