Von Gregor Wildermann
Im US-Fernsehen laufen aufwendig produzierte Werbespots, bei Burgerketten und Brauseherstellern gibt es die passenden Themenmenüs oder den trinkbaren "Game-Fuel". In Anzeigen sieht man nur den Satz "Finish the Fight" und muss unweigerlich an den Krieg im Irak denken. Und tatsächlich sieht man die Figur eines Soldaten in olivgrüner Rüstung und der Blick fällt auf dessen verspiegeltes Visier. Seine Kennung lautet Spartan-117, er heißt ganz einfach John, wird von seinen Fans der Master Chief genannt. Er stammt aus einem Krieg, der im Jahr 2552 ausgetragen wird. Und zum Glück ist "Halo 3" nur ein Videospiel.
Doch diese einfache Einordnung wäre allein eine Untertreibung, denn die Halo-Trilogie hat sich seit der Erstveröffentlichung zu einem vielschichtigen Phänomen gewandelt. Für Microsoft wurde das Spiel zur wirtschaftlichen Antriebsfeder ihrer Xbox-Konsole und bereits der erste Teil der Spielserie begeisterte im Jahre 2001 Spielanfänger und Profis mit seinem Rezept aus intensiven Kämpfen unter einem epischen Soundtrack.
Der zweite Teil wurde 2004 veröffentlicht und obwohl das Spiel mit einem enttäuschenden Cliffhanger endete, wurde es wieder zum Millionenerfolg. Fans bauten die Rüstung des Marine-Soldaten in Handarbeit nach, im Internet etablierten sich animierte Halo-Serien wie "Red vs. Blue". Selbst Regisseur Peter Jackson (Der Herr der Ringe) wurde vom Halo-Fieber gepackt und sicherte sich die Filmrechte.
250 Millionen Dollar US-Umsatz erwartet
Andere Videospiele spielen noch nicht einmal ihr Entwicklungsbudget ein, "Halo 3" dürfte dagegen alle bisherigen Rekorde brechen. Allein in den USA liegen 1,5 Millionen Vorbestellungen vor, erwartet werden Verkäufe im Wert von 250 Millionen US-Dollar. Für kein Videospiel zuvor wurden derart viele Allianzen und Produkte geschmiedet.
Welchen Einfluss "Halo 3" in Amerika hat, zeigte vorgestern auch ein ganz anderes Schlachtfeld: Der Aktienkurs von Microsoft stieg in Erwartung der Spielverkäufe am vergangenen Montag um 3,35 Prozent, der größte Tagesgewinn der Aktie an der Nasdaq seit April.
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Shooter auf Konsolen fand ich schon immer witzig. Immer schön beim zielen helfen. Ein guter Vergleich ist (obwohl das spiel an sich mist ist) Shadowrun. Dort wird den konsoleros geholfen in dem man die PC Spieler einbremst. [...] mehr...
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