Der britische Spielzeughersteller Corgi hat große Ambitionen. Immer mehr Spielzeuge will das Unternehmen künftig mit Brennstoffzellen als Stromversorgung ausstatten. Den Anfang macht ein ferngelenktes, futuristisches Spielzeugauto namens H2GO, dass die Firma auf der Nürnberger Spielwarenmesse am Donnerstag präsentiert hat. Der Designer Luigi Colani hat dem Wägelchen seine typisch fließenden Formen verliehen.
Den Antrieb des Öko-Spielzeugs entwickelten die Engländer in Kooperation mit dem chinesischen Brennstoffzellen-Spezialisten Horizon Fuel Cell Technologies. Etwa 175 Euro soll das kleine Auto kosten, wenn es im September auf den Markt kommt. Die zur Stromerzeugung genutzte Brennstoffzelle wird mit schlichtem Leitungswassser befüllt - und da liegt der Hase im Pfeffer.
Um nämlich dieses Leitungswasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten, die beiden Grundstoffe die eine Brennstoffzelle zum Arbeiten benötigt, wird doch wieder ein Akku gebraucht. Der stellt den Strom bereit, der für die chemische Aufspaltung des Wassers benötigt wird. Immerhin: Gegen Aufpreis gibt es ein Solar-Ladegerät, mit dem sich der Akku durch Sonnenlicht aufladen lässt. So bekommt der Mini-Flitzer doch noch einen Öko-Antrieb.
Die Spielzeug-Branche jedenfalls zeigt sich begeistert, hat den H2GO sofort für den ToyAward nominiert. Dem Hersteller kann das nur recht sein. Corgi plant schon jetzt, künftig noch mehr Spielzeuge mit Brennstoffzellenantrieb auszurüsten.
mak
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