Von Matthias Kremp
Bei Microsoft läuft der Wettbewerb unter dem Titel Next-Gen PC-Design, also PC-Design der nächsten Generation. Schaut man sich an, was die Teilnehmer an Ideen einbringen, sollte dieser Titel aber wohl besser in "PC-Design der übernächsten Generation" geändert werden. Zu futuristisch mutet so mancher Designvorschlag an.
Da gibt es beispielsweise einen Küchen-PC, dessen Elektronik im Schneidbrett verborgen ist, einen Multimedia-PC, der aussieht wie ein Halsreif, und einen Computer für Sehbehinderte, dessen Oberfläche in bester Science-Fiction-Manier unterschiedliche Gestalt annehmen kann. So wie der böse Cop aus "Terminator", nur kleiner.
Dass es viele derart abgehobene Designvorschläge gibt, liegt daran, dass Microsoft keine strikten Vorgaben macht, worauf man bei der Entwicklung zu achten hat. Erlaubt ist, was gefällt. Ein grundlegendes Thema wurde den Teilnehmern aber doch mitgegeben: Sie sollten Geräte entwerfen, die es ihren Anwendern ermöglichen, Hobbys und Leidenschaften auszuleben - Fotografieren, Musik oder Reisen.
Dabei - und auch das war nur eine grobe Leitlinie - sollten sie sich nicht nur auf dem Computer selbst versteifen. Auch die Verpackung, das Zubehör und die Auspackzeremonie sollten berücksichtigt werden - und das ganze mit Windows-Vista-Betriebssystem bitteschön. Daran gehalten haben sich aber nur wenige Teilnehmer.
Gestört hat aber auch das nicht. Denn bei vielen der gezeigten Ideen ist es völlig nebensächlich, welches Betriebssystem auf den entsprechenden Geräten liefe, würden sie eines Tages tatsächlich realisiert.
Für die Teilnehmer viel wichtiger ist, wer denn wohl gewonnen hat. Bis zu 10.000 Dollar Preisgeld werden den prämierten Designern von Microsoft überwiesen. Wer das Geld bekommt, wird aber noch geheimgehalten. Zwar ist die Wahl schon gefallen, doch sollen die Preisträger erst Ende Mai bekanntgegeben werden.
SPIEGEL ONLINE hat aus den Finalisten die aussichtsreichsten und originellsten Designideen herausgesucht und stellt sie auf den folgenden Seiten vor:
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