Der Unterwäschehersteller Triumph scheint auf einem Ökotrip zu sein. In Japan stellte das Unternehmen einen Bikini vor, der sich von den reinen Daten wie der Traum aller Umweltbewussten ausnimmt: Ökostoff, eingebaute Solarzellen und dazu auch noch ein integrierter Getränkespender sollen das Sonnenbad zum umweltfreundlichen Vergnügen machen - ganz in Grün.
Und damit ist nicht nur das Innenleben, sondern auch das Material gemeint, aus dem das Kleidungsstück hergestellt wird. Dabei soll es sich um Biobaumwolle handeln, die ihre Ökoherkunft Herkunft ganz offensiv nach außen trägt - und dabei wie eine Kreuzung aus Frottee-Handtuch und Kunstrasen aussieht.
Aber das ist nicht wichtig. Schließlich sollen bei einem Bikini die inneren Werte überzeugen - so auch hier. Denn das wichtigste Element der Badetextilie prangt über dem Bauch seiner Trägerin: ein großes Solarpanel. Dessen Stromausbeute soll beispielsweise genutzt werden können, um MP3-Player oder Handy während des Sonnenbades aufzuladen. Da hat der potentielle Sonnenbrand endlich einen energiesparenden Sinn.
Neu ist die Idee nicht. Schließlich hat Triumph schon im vergangenen Jahr ein ähnliches Konzept-Kleidungsstück vorgelegt. Damals in Zusammenarbeit mit dem, Solarenergiespezialisten Conergy. Bisher aber ist das tragbare Mini-Kraftwerk nicht in Serie gegangen. Möglicherweise erhofft sich der Hersteller von den Japanern mehr Offenheit für sein Öko-innovatives Bekleidungskonzept.
Vorerst jedenfalls soll auch das neue Modell nur ein Prototyp bleiben. Und das ist wohl auch gut so, betrachtet man ein oder besser zwei Details, die der Hersteller dem grünen Kleidungsstück verpasst hat. Denn die beiden Beutel, die man unterhalb des BHs ausmachen kann, sind nicht etwa falsch montierte Brustvergrößerungen, sondern sollen über einen eingewebten Strohhalm als Getränkespender dienen.
Allerdings wohl weder für Kalt- noch für Heißgetränke, sondern nur für lauwarmes. Alles andere wäre potentiellen Trägerinnen des Solarbikinis wohl kaum zuzumuten.
mak
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