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Netz trifft TV Fernsehen via DSL

Ob sie nun Alice homeTV, Arcor-Digital TV oder T-Entertain heißen, eines haben alle Anbieter von Web-TV-Diensten gemeinsam: Statt via Funkwelle, Satellit oder Antennenkabel bringen sie TV-Programme per Internet ins Haus. SPIEGEL ONLINE hat die vier wichtigsten Angebote verglichen.

Dass Fernsehprogramme heute nicht mehr über die Antenne ins Haus kommen müssen, dürfte sich herumgesprochen haben. Allenfalls die kleinen DVB-T-Stummel sind noch in Wohnzimmern zu sehen, der Drahtverhau auf dem Hausdach ist längst Vergangenheit. Längst kommt das Fernsehen via Satellit, TV-Kabel oder - seit neustem - per DSL ins Haus.

Schöne neue Fernsehwelt: Wenn es nach den Providern geht, werden sämtliche Unterhaltungs- und Kommunikationsangebote künftig im DSL-Anschluss gebündelt

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Triple Play heißt das dann im Neudeutsch der Kommunikationskonzerne. Triple Play bedeutet, dass gleich drei Datenströme über den DSL-Anschluss abgewickelt werden: das Telefon, der Internet-Zugang und das Fernsehen. Der große Vorteil von TV via DSL: Es gibt einen Rückkanal, man kann als Anwender also Einfluss auf das TV-Programm nehmen. Aktuell bedeutet das in der Regel: Man kann aus einer Online-Videothek Filme abrufen.

Eine solche Filmsammlung haben alle Web-TV-Anbieter in petto. Qualität und Auswahl der angebotenen Videos unterscheiden sich allerdings eklatant. Das reicht von billigen B-Movies, die man teils sogar kostenlos ansehen kann - wenn man denn will - bis hin zu aktuellen Blockbustern, die man in HD-Auflösung und mit Dolby-Digital-Sound genießen kann.

Als Grundversorgung liefern die meisten Anbieter genau das, was man auch über das digitale Kabelnetz bekommt: Rund 70 kostenfreie Sender sowie Pay-TV-Pakete unterschiedlicher Zusammenstellung.

Allerdings haben die DSL-TV-Lösungen meist auch ein Problem gemeinsam: Die TV-Empfänger müssen über einen speziellen Anschluss mit dem DSL-Modem oder DSL-Router verbunden werden. Das soll sicherstellen, dass bei dem Empfänger immer genug Daten ankommen, um ein fehlerfreies TV-Bild anzuzeigen. Dummerweise muss man dafür allerdings oft auch ein zweites Netzwerkkabel vom DSL-Anschluss ins Wohnzimmer verlegen.

TV via DSL: Die Angebote im Vergleich
Angebot T-Entertain Arcor-Digital TV Alice homeTV 1&1 MediaCenter
Monatliche Kosten ab 49,95 ab 34,90 ab 34,80 keine
Preis für die Settop-Box 49,95 49,95 Mietbox 49,-
Kosten für Zweitbox 129,95 99,95 nicht möglich nicht möglich
Vertragslaufzeit 24 Monate 1 Monat 1 Monat keine
Aufnahmefunktion Ja Nein Nein Nein
Timeshift-Funktion Ja Virtuell Nein Nein
HD-Programme Ja (bei VSDL) Nein Nein Nein
HDMI-Anschluss Ja Ja Nein Nein
Stand: 26.05.2008; Die monatlichen Grundpreise beinhalten die jeweils günstigste DSL-Flatrate.

Arcor bietet seinen TV-Kunden wohl genau deshalb für 80 Euro ein Powerline-Adapterset als Ergänzung an. Damit kann man die Netzwerk-TV-Signale via Stromsteckdosen vom DSL-Anschluss bis zum Fernseher übermitteln, ohne Kabel ziehen zu müssen. Im Praxistest hat sich diese Methode als einfach und zuverlässig erwiesen. Alternativ kann man auch drahtlose Netzwerke zur Übertragung der TV-Signale nutzen.

Ebenso unterschiedlich wie die Wege, das Fernsehprogramm vom DSL-Modem ins Wohnzimmer zu bekommen, ist auch die Ausstattung der Settop-Boxen, die man zwangsweise benötigt, um den IPTV-Datenstrom, also das fürs Internet tauglich gemachte Fernsehprogramm, auf dem TV-Bildschirm anzeigen zu können. Während sich nämlich im Inneren dieser Boxen hochentwickelte Chips bemühen, ein superscharfes TV-Bild zu erzeugen, werden diese Bemühungen oft von der Sparwut der Produktmanager zunichtegemacht. Denn viele der DSL-TV-Empfänger verfügen nicht einmal über einen zeitgemäßen digitalen TV-Anschluss für Flachbildfernseher. Stattdessen bieten sie bloß eine mittlerweile veraltete Scartbuchse, weil man dadurch bei der Herstellung ein paar Euro sparen kann.

Worin sich die Angebote und Settop-Boxen der einzelnen Anbieter sonst noch unterscheiden, lesen Sie auf den folgenden Seiten:

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