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Netz trifft TV Fernsehen via DSL

5. Teil: 1&1 MediaCenter

Als einziger im Vergleich bietet der Internetprovider 1&1 keine Wiedergabe des aktuell laufenden Fernsehprogramms. Stattdessen konzentriert sich das Angebot ganz auf Filmkonserven aus dem Web. Dreh- und Angelpunkt ist dabei das von der ProSiebenSat.1-Gruppe und United Internet betriebene Videoportal maxdome. Mit mehr als 10.000 Filmen und TV-Sendungen bietet es allerdings reichlich Auswahl und wird überdies ständig durch neue Produktionen ergänzt.

Den Schwerpunkt bilden dabei TV-Serien wie Desperate Housewives, Primeval oder Grey's Anatomy. Allerdings gibt es auch eine üppige Auswahl aktueller Kinoproduktionen. Die Preise sollen dort bei 0,49 Euro pro Film beginnen. Derartige Angebote muss man aber offenbar sehr gut suchen: In der Regel kosten einzelne Folgen von TV-Serien 0,99 Euro, Filme zwischen 2,49 und 4,99. Die Leihdauer beträgt dabei jeweils 24 Stunden, man hat also einen Tag Zeit, sich das jeweilige Video nach Lust und Laune anzuschauen.

Warten auf ein Software-Update

Wer regelmäßig bestimmte Genres schaut, kann zudem Flatrates, beispielsweise für Kindersendungen, TV-Serien oder Kinofilme kaufen. Die Kosten: zwischen 4,99 Euro und 12,99 Euro. Wer gerne viel fernsieht, bekommt für 19,99 Euro ein Komplettpaket, das 1&1-Kunden quasi zum anfüttern für die ersten drei Monate kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Grundsätzlich kostenlos ist zudem der Zugang zur ZDF-Mediathek, die über die von 1&1 gelieferte Settop-Box ebenfalls ins Wohnzimmer kommt.

Bei der Box selbst handelt es sich um eine Fritz! Media vom Berliner Hersteller AVM. Deren Eckdaten lassen kaum Wünsche offen. Besonders löblich: Die Netzanbindung kann via W-Lan erfolgen, es müssen also keine Netzwerkkabel gezogen werden. Dafür muss man sich beim Anschluss an den Fernseher auf ein altmodisches Scartkabel verlassen. Das war zwar zu Zeiten der Röhrenfernseher Standard, moderne Flachbildfernseher bevorzugen aber den digitalen HDMI-Stecker, nehmen zur Not auch mit sogenannten Komponentensteckern vorlieb. Immerhin: der Ton kann digital an einen AV-Receiver weitergereicht werden.

Als Highlight bietet die Box allerdings die Möglichkeit, auch eigene Dateien zu nutzen. Dazu kann man entweder via Netzwerk auf freigegebene Ordner auf einem PC zugreifen oder einfach per USB einen Datenstick oder einen Festplatte anstöpseln. Da bleibt als einziges Manko der Settop-Box zu vermerken, dass sie manchmal etwas gemächlich auf Eingaben reagiert. Aber möglicherweise lässt sich das ja per Software-Update verbessern.

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