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27.10.2008
 

DVD-Filmbeileger

Himmelsritter und Mörderküsse

Von Johannes Sträter

2. Teil: Kurz und knapp - was der Kiosk in diesem Monat noch zu bieten hat

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"Good Will Hunting", USA 1997. Regie: Gus Van Sant. Darsteller: Robin Williams, Matt Damon. Format: 1,85:1 (16:9). FSK: 12 Jahre. 3,90 Euro

Der Raufbold Will (Matt Damon) wird bei seinem Raumpflegerjob an der Uni zufällig als Superhirn entdeckt, wehrt sich aber aus anfangs unerfindlichen Gründen mit allen Mitteln gegen eine Karriere, bis er an den mindestens ebenso störrischen Psychologen Maguire (Robin Williams) gerät, der ihn schließlich auf den richtigen Weg bugsiert. Fazit: Wenig überraschendes, insgesamt aber klasse gemachtes Gefühlsfilmchen für den gepflegten Sonntagnachmittag.

Bis 4. November im Handel

DVD Magazin

"Lost Things", AUS 2003. Regie: Martin Murphy. Darsteller: Leon Ford, Charlie Garber. Format: 1,78:1 (16:9). FSK: 16 Jahre (gekürzt). Preis: 3,90 Euro

Strandmuffel werden nach diesem Film endlich wissen, warum ihnen jenes trostlose Stück Sand an der Grenze zur ozeanischen Wasserwüste immer schon suspekt war. Unsere beiden blutjungen Pärchen sind allerdings noch guter Dinge, als sie mit ihrem VW-Bus für ein Wochenende voller Surfen, Faulenzen und Sex an einem abgelegenen Strand ankommen. Bereits nach kurzer Zeit gibt es jedoch nicht nur zickiges Gezanke, sondern es taucht auch ein unangenehmer Fremder auf - und das Sommermärchen wird zum tödlichen Albtraum. Subtiler Thriller, der am Ende vielleicht ein paar Fragen zu viel offen lässt, dafür aber unverstelltes "No Budget"-Kino bietet.

Bis 29. Oktober im Handel

PC Go

"JFK – Tatort Dallas", USA 1991. Regie: Oliver Stone. Darsteller: Kevin Costner, Tommy Lee Jones. Format: 2,35:1 (16:9). FSK: 12 und
"Great Books: Die Artussage", Discovery Geschichte. Format: 1,33:1 (4:3). FSK: o. A.. Preis: 6,99 Euro.

Wer den Hollywood-Blockbuster von Oliver Stone über die Ermordung des damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy bisher nicht kennt, hat nun die Gelegenheit, das nachzuholen: Über drei Stunden lang kommt keine Langeweile auf, wenn Kevin Costner in der Rolle des Anwaltes Jim Garrison dessen Version über die angeblich wahren Hintergründe des Königsmords an Präsident John F. Kennedy aufrollt. Ein echtes Kino-Highlight, mit dem man nichts falsch macht.

Ähnlich königlich, aber deutlich märchenhafter geht es in der Dokumentation über Artus, den sagenhaften Chef der ritterlichen Tafelrunde von Camelot zu. Darin wird die im 12. Jahrhundert niedergeschriebene Heldensage unterhaltsam bildend vorgestellt. Der Weka-Verlag bleibt damit bei seiner Beileger-Strategie beim Prinzip Überraschungsei: Ein bisschen Spaß, ein bisschen was zu lernen...

Bis 6. November im Handel

PC Magazin

"Die Jury", USA 1996. Regie: Joel Schumacher. Darsteller: Samuel L. Jackson , Matthew McConaughey. Format: 2,35:1 (16:9). FSK: 16 Jahre. Preis: 6,99 Euro

In der ebenfalls bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzen Hollywood-Perle geht es um den dramatischen Fall des farbigen Carl Lee Hailey (Samuel L. Jackson), der nach der brutalen Vergewaltigung seiner kleinen Tochter die beiden Verdächtigen vor aller Augen im Gerichtssaal erschießt. In der Südstaaten-Provinzstadt Canton kocht die Stimmung über. Der Ku-Klux-Klan zielt auf Lees Anwalt Jake (Matthew McConaughey) und alle, die ihm helfen wollen, während ein gewiefter Staatsanwalt (Kevin Spacey) mit allen Mitteln gegen eine Rechtfertigung von Haileys Selbstjustiz ankämpft. Fazit: Überzeugendes Unterhaltungskino mit vielen bekannten Gesichtern.

Bis 6. November im Handel

Widescreen Vision Premium

"avant*garde", D 2008. Regie & Moderation: Fabian Hübner
und
"Visiting Uwe", D 2008. Regie & Moderation: Fabian Hübner
und
"Conan. Der Abenteurer", D/USA 1998 (2. Episode der TV-Serie). Regie: Martin Denning u. a.. Darsteller: Ralf Möller, Danny Woodburn. Format: 1,33:1 (4:3). FSK: 12 Jahre. Preis: 9,99 Euro

In diesem Quartal liegt der Premium-Ausgabe der "Widescreen Vision" aus dem Computec-Verlag kein abendfüllender Spielfilm bei, sondern die DVD-Version des verlagseigenen Online-Filmmagazins "avant*garde" (www.ws-avantgarde.de) mit einer Sammlung kleiner, aber feiner Kurzdokus über innovative Regisseure wie Ingmar Bergmann oder Wong Kar-Wai.

Wer darüber hinaus immer schon mal wissen wollte, was Werbefilm- und Trash-Regisseur Dr. Uwe Boll ("House of the Dead") im Keller seines Hauses lagert und was er über die Filmbrache im Allgemeinen und einige seiner Kollegen im Besonderen denkt, findet in der ebenfalls von Hübner produzierten Doku "Visiting Uwe" genau das Richtige.

Irgendwie passend gibt’s dazu noch eine barbarische Episode der Fantasy-Billig-Produktion "Conan" mit Aushilfs-Schwarzenegger Ralf Möller, der in den letzten Jahren mehrfach für Boll vor der Kamera aufgespießt wurde ("Seed", "Postal", "Far Cry"). Als muskelbepackter Sozialarbeiter mit Breitschwert kann Möller hier einmal mehr andeuten, warum es für ihn zum großen Durchbruch doch so ganz nie gereicht hat: Nebenrollen in diversen US-Filmen machten ihn immerhin zum immer wieder gern genommenen Hauptverdächtigen für deutsche Trash-Produktionen wie das leider unvergessene "Megalodon – Hai-Alarm auf Mallorca".

Bis 2. Dezember im Handel

Widescreen Vision Sonderheft

"Bloody Numbers", CDN/USA 2001. Regie: Jeff Probst. Darsteller: Erik Palladino, James Earl Jones. Format: 1,78:1 (16:9). FSK: 16 Jahre. Preis: 7,99 Euro

Wie erwartet erscheint nach drei Monaten wieder ein neues Sonderheft mit abendfüllendem Filmbeileger aus der Redaktion der "Widescreen Vision". Die hat sich diesmal für ein schönes Stück psychologischer Beobachtung im engsten Freundeskreis entschieden.

Alles dreht sich um ein gefundenes Lotterielos, das von seinem Besitzer (James Earl Jones) mitsamt der Brieftasche beim ehrlichen Finder (Eric Palladino) abgeholt werden soll. Doch als dieser feststellt, dass er mit dem Los sechs Millionen Dollar kassieren könnte, versucht er, den Gewinn selbst einzustreichen. Allerdings hat er keine Ahnung, was seine Kumpels oder gar der Eigentümer bereits wissen. Und so beginnt ein verzwicktes Katz–und Maus-Spiel, in dem jede Kleinigkeit zählt.

Bis Mitte Dezember im Handel

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