Mit dem ersten "Far Cry", dem ersten international anerkannten Ego-Shooter aus deutscher Produktion hat der Nachfolger nur noch den Namen gemein. Produziert wurde er in Montreal, die Hauptfigur ist ausgewechselt und auch das Schlachtfeld. Das ist diesmal Afrika und zwar ein vom Bürgerkrieg zerrissenes Land irgendwo in der Mitte des Kontinents. Und anstelle der extrem linearen Level des ersten Teils gibt es diesmal die Freiheit zu tun und zu lassen, was man will. Aufträge anzunehmen, es sein zu lassen oder einfach durch die Gegend zu fahren.
Das ist teilweise großartig, denn die Landschaften sehen wunderschön aus, die Tiere darin bewegen sich geschmeidig. Irgendwo darüber, so spürt man aber auch überall hängt eine schwarze Wolke. Der Krieg hat das Land zerstört, immer wieder kommt man an ausgedehnten Waldbränden vorbei oder wird aus dem Hinterhalt beschossen.
Das alles aber merkt man nicht gleich. Denn "Far Cry 2" ist ein Spiel, das sich nicht sofort erschließt, das anfangs wenig Hilfestellung gibt, das will, dass man es erobert. Vielleicht nervt das viele Spieler, die schnellere Action wollen, die Aufgaben nicht suchen, sondern einfach gestellt bekommen wollen. Wer sich aber länger auf "Far Cry 2" einlässt, wird ein Action-Spiel erleben können, indem man einzelne Episoden tatsächlich selbst schreiben, Teil des Ganzen werden kann.
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