Hüpfen, laufen, Unfug machen: Der grinsende Sackboy, die Spielfigur in "Little Big Planet" ist ein charmanter Schelm. Mit Knopfaugen und wechselnden Kostümen bereist er Level, die vor allem eins sind: toll anzusehen. Nebenbei können sie auch noch ganz schön anstrengend werden. Vor allem später, wenn der kleine Sackboy durch komplexe Labyrinthe springen, sich an Walzen festhalten, Feuer ausweichen oder bösen Schlangen entkommen muss. Da wird mancher Sprung zur Geduldsprobe, auch weil die Steuerung manchmal nicht ganz das tut, was man von ihr erwartet.
Das alles ist dennoch niedlich, nett und macht Spaß. Spannend wird "Little Big Planet" aber durch etwas anderes: Es ist das erste Spiel, das mit einem Levelbaukasten geliefert wird, der zum einen leicht zu bedienen, zum anderen sehr flexibel ist. Ungefähr so wie ein Lego-Bausatz für die Playstation 3 – ohne fehlende Steinchen. Die Ergebnisse können dann hochgeladen und von anderen gespielt und beurteilt werden. Schon jetzt lassen sich da Erfindungen bestaunen, die mit dem ursprünglichen Spiel nur noch die Umgebung gemein haben. Taschenrechner sind gebaut worden, Musikmaschinen oder Autorennen. Manche bauen andere Spiele in "Little Big Planet" nach und schaffen es, deren Charme auf niedliche Weise zu übertragen.
"Little Big Planet" von Sony, für Playstation 3, ca. 65 Euro, ab 6 Jahren
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