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14.04.2009
 

Bluetooth-Headsets

Besser drahtlos telefonieren

Von Matthias Kremp

Freihändig telefonieren kann man mit jedem drahtlosen Headset. Ansonsten aber gibt es gewaltige Unterschiede, im Design, in der Funktion und vor allem beim Preis. SPIEGEL ONLINE hat einige typische Modelle ausprobiert und festgestellt, dass Gutes nicht immer teuer sein muss.

Manche sind schick, manche sind Hightech und manche einfach nur billig: Wer sich einen kabellosen Kopfhörer fürs Mobiltelefon zulegen will, sieht sich einer enormen Auswahl gegenüber. Denn Bluetooth-Headsets gibt es wie Sand am Meer. Die Preise reichen von zehn bis über hundert Euro. Nützlich sind sie in jedem Fall. Beim Autofahren beispielsweise kann man sich durch Benutzung eines vergleichsweise günstigen Headsets den Einbau einer teuren Freisprecheinrichtung sparen. So bleiben beide Hände am Lenkrad und man kann ohne Angst vor Polizeikontrollen (oder Unfällen) unterwegs telefonieren.

Bluetooth-Headset: Macht das Telefonieren leichter und kann dabei sogar gut aussehen
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Bluetooth-Headset: Macht das Telefonieren leichter und kann dabei sogar gut aussehen

Aber auch außerhalb des Autos können drahtlose Headsets sinnvoll sein. Wer sein Smartphone nicht nur zum Telefonieren benutzt, freut sich, während eines Gesprächs beispielsweise einen Termin in den Kalender eintragen zu können oder schnell eine Information im Web nachzuschlagen.

Die drahtlosen Hör-Sprech-Geräte sind allerdings meistens Minimalisten. Man könnte meinen, die Hersteller versuchten sich gegenseitig dabei zu überbieten, möglichst wenige Bedienelemente einzubauen. Mit immerhin fünf physikalischen Knöpfen ist Motorolas H780 im Vergleich üppig bestückt. Beim Plantronics Discovery 925 muss man sich dagegen mit zwei Knöpfen begnügen, ebenso beim Jawbone, nur dass man dort die Knöpfe nicht einmal sehen kann.

Trotz dieses Verzichts auf Bedienelemente sparen die Hersteller nicht an Funktionen. So bieten Bluetooth-Headsets fast immer die Möglichkeit der Sprachwahl, bei der man den Namen des Anzurufenden ins Headset spricht, statt dessen Nummer einzutippen. Eine Wahlwiederholung gehört ebenso zum Standardrepertoire wie die Option, Anrufe abzulehnen oder vom Headset an das Handy zu übergeben.

Damit das alles mit nur ein oder zwei Tasten funktioniert, müssen die natürlich mehrfach belegt sein. Die Lösung der Hersteller: Je nach Situation entscheidet die Anzahl oder die Dauer der Tastendrücke darüber, welche Funktion jeweils ausgelöst wird. Wirklich kompliziert ist das nicht, aber ohne einen intensiven Blick in das Handbuch ist man aufgeschmissen. Glück hat, wer ein gutes Gedächtnis hat, sich die verschiedenen Tastenfunktionen merken kann.

Darin unterscheiden sich die Geräte unterschiedlicher Preisklassen kaum, wohl aber in ihrer Ausstattung und Verarbeitung. Technik zur Unterdrückung von Nebengeräuschen etwa gehört im Wortsinne zum guten Ton - auf unterschiedliche Weise. Bei fast allen identisch ist dagegen der Code für das sogenannte Bluetooth-Pairing, den man eingeben muss, um eine Verbindung von Mobiltelefon zu Headset herzustellen. Er lautet immer 0000.

Worin sich Bluetooth-Headsets unterscheiden und weshalb Billigheimer und Edel-Anbieter manchmal denselben Fehler machen, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

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