Von Jörg Donner
Grundsätzlich ist die Kaufentscheidung von den eigenen Wünschen und Vorstelllungen abhängig. Wer möglichst viele Geräte im Wohnzimmer ersetzen will, greift am besten zum Movie Cube. Wer Wert auf Bild- und Tonqualität legt, ist mit der Popcorn Hour und dem TViX gut bedient. Und wer am liebsten ohne Fummelei an Anstellungen zur Sache kommt, greift wohl am ehesten zur Mediastation Pro von Verbatim.
Oft entscheiden allerdings auch Details darüber, ob man beim Fernsehen gemütlich auf der Couch liegen bleibt, oder ob Frust aufkommt. Sei es das ständige Blinken von LED-Lämpchen an der Vorderseite (Mediastation Pro), zeitverzögerte Reaktion auf Befehle der Fernbedienung (Movie Cube und Plextor) oder einfach schlecht lesbare Tastenbeschriftungen (TViX). Die Qual der Wahl hat immer der Anwender.
Von "einfach" und "problemlos" kann bei keinem der Geräte die Rede sein. Wer bereits bei der Bedienung seines Handys oder der W-Lan-Einstellung seines Laptops überfordert ist, sollte die Finger von diesen Apparaten lassen.
Denn das ist das größte Manko aller Clients: die mangelhafte Bedienungsanleitung. In vielen Fällen gibt es überhaupt kein deutsches Handbuch, in einigen Fällen blieben nach der haarsträubenden Übersetzung mehr Fragen offen, als geklärt werden konnten. Grundvoraussetzung für einen halbwegs reibungslosen Betrieb sind auf jeden Fall ein Internet-Anschluss und Erfahrung in der Forensuche, um extern Hilfe zu finden. Bei fast allen Geräten ließen sich während des Tests erst durch den Austausch mit anderen Nutzern Probleme lösen.
Ein Armutszeugnis für die Hersteller: Schließlich kann man von einem mehrere hundert Euro teuren Gerät wenigstens eine vollständige Anleitung erwarten.
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