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Android-Netbook Das Google-Laptop kostet 250 Dollar

Bisher war es nur ein Gedankenexperiment, bald soll es im Laden stehen: Das erste Netbook mit dem Google-Betriebssystem Android: Über dessen technische Ausstattung lässt sich streiten, über den Preis nicht. Spätestens in drei Monaten soll es in den Läden stehen.

Asus testet Android auf Netbooks, HP spielt mit dem Gedanken, alle Billig-Laptops künftig mit Googles Handy-Betriebssystem auszurüsten. Doch während die beiden PC-Dickschiffe offenbar noch in der Findungsphase stecken, legt ein chinesischer Hersteller konkrete Pläne vor. Spätestens im Juni will die Guangzhou Skytone Transmission Technologies Company erste Prototypen fertig stellen. Ein bis zwei Monate später sollen die entsprechenden Laptops bereits in den Läden stehen.

Das verspricht Nixon Wu, Mitbegründer der Firma, die mit derzeit 50 Angestellten noch zu den Winzlingen der Branche zählt. Das Interesse der Händler scheint durch den geringen Personalstamm nicht gebremst zu werden. Gut 300 Anfragen aus aller Welt habe er erhalten, nachdem das Gerät auf einen Messe in Hongkong erstmals präsentiert worden ist, sagte Wu der " Computerworld".

Experten sehen für Billig-Laptops wie den von Wu angekündigten Alpha 680 eine rosige Zukunft voraus. Android ermögliche es nämlich, anstelle von Intels Netbook-Chip Atom billigere und sparsamere Chips, beispielsweise aus dem Mobilfunkbereich zu verwenden. Potentielle Akku-Laufzeiten von bis zu zwölf Stunden werden solchen Maschinen angedichtet.

Mini-Ausstattung

Von derartigen Höchstleistungen ist Skytones Alpha 680 aber noch weit entfernt. Etwa zwei bis vier Stunden werde es bei Websurfen mit einer Stromladung durchhalten, stellt das Unternehmen in Aussicht - ein ausgesprochen mäßiger Wert. Schuld daran dürfte der recht klein dimensionierte Akku des Geräts sein, der mit nur zwei Speicherzellen ausgestattet wird. Aktuelle Netbooks haben dagegen mindestens vier, oft sogar sechs solcher Zellen im Akku.

Auch die übrige Ausstattung lädt nicht zum Protzen ein. Als Antrieb dient ein ARM11-Prozessor mit 533 Megahertz. Solche Chips werden sonst in Navigationsgeräten, Mobiltelefonen oder Settop-Boxen eingesetzt. Der Bildschirm ist mit sieben Zoll Diagonale so groß wie beim ersten EeePC, bildet 800 x 480 Bildpunkte ab. 128 MB Arbeitsspeicher steht ein mickriges Gigabyte Flashspeicher als Festplattenersatz zur Seite. Trotzdem soll der Mini-Rechner es schaffen, Filme in Formaten wie MPEG2, H.264 oder WMV9 abzuspielen. Damit wäre das Gerät durchaus als Entertainer zu gebrauchen.

Als Highlight kann der Winzling verbuchen, dass er mit einem drehbaren, berührungsempfindlichen Display ausgestattet werden soll. Das lässt sich über die Tastatur klappen, so dass aus dem Netbook ein Touchbook wird, das sich per Fingerzeig bedienen lässt. Neben den Standard-Netzwerkanschlüssen für Lan und W-Lan verspricht der Hersteller optional auch Mobilfunkadapter einzubauen, die Internet-Verbindungen via EDGE oder UMTS ermöglichen würden.

Für Performance-Junkies wird das Alpha 680 also nichts, so viel ist klar. Aber Pragmatiker und Gelegenheitsnutzer könnten auf ihre Kosten kommen. Das umso mehr, wenn Skytone seine eigene Vorgabe einhält, das Gerät für 250 Dollar zu verkaufen. Im deutschen Einzelhandel könnte man damit womöglich gar die 200-Euro-Grenze knacken und das Google-Laptop als Mitnahmeartikel für 199 Euro verkaufen.

Wir sind gespannt.

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mak

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