Von Tim Rittmann
Kinder und Internet - das ist ein viel beachtetes und heiß diskutiertes Thema. Nie zuvor hatten Kinder die Möglichkeit, sich mit Menschen aus aller Welt auszutauschen, von ihnen zu lernen und mit ihnen zu spielen.
Gleichzeitig aber birgt die Anonymität des Netzes Gefahren, und sei es nur die Unsicherheit, nicht zu wissen, wer hinter einem Pseudonym wirklich steckt.
Eltern sind nun in der Zwickmühle: Einerseits haben sie Angst um ihre Kinder, andererseits wollen sie ihnen das Vertrauen schenken und sie nicht die ganze Zeit beobachten. Ein generelles Verbot wäre auch nicht von Nutzen: Es würde die Kleinen nicht nur um die Chance eines spielend leichten Online-Einstiegs bringen - es könnte sie auch in der Klassengemeinschaft isolieren.
Derzeit erscheinen immer mehr Online-Welten, die das Problem lösen wollen, indem sie sich explizit an Kinder richten. In ihnen, so die Betreiber, können sie unter sich sein, ungestört surfen, mit Gleichaltrigen chatten und sich mit dem Netz vertraut machen, ohne dessen Gefahren ausgesetzt zu sein.
Solche Schutzzonen für die kleinsten Nutzer des Internet-Dschungels sind eine prima Idee - doch wie finanzieren sich diese Welten: mit Item-Verkauf, Werbung, Abogebühren? Welche Kontrollmöglichkeiten werden den Erziehungsberechtigten an die Hand gegeben? Und vor allem: Wie gut ist, neben all den Sicherheitsmaßnahmen, die eigentliche Spielwelt?
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