Leipziger Messe: Games Convention setzt auf Onlinespiele

Strategiewechsel in Leipzig: Weil der Branchenverband seine Games-Messe nach Köln verlegt hat, wird die Leipziger Messe ihre Games Convention künftig als Spezial-Event für Online-Spiele behandeln. Ob aber die Größten aus dieser Branche dabei mitmachen werden, bleibt fraglich.

Leipzig - Künftig soll die Messe "Games Convention Online" heißen und sich speziell auf Online- und Handy-Spiele konzentrieren. Die Onlinespiel-Firmen Bigpoint und Gameforge haben bereits ihre Unterstützung für die neue Messe erklärt - die jedoch deutlich kleiner ausfallen dürfte als die alte Games Convention, bislang eine der größten Videospielmessen der Welt.

Games Convention (Archivbild, 2008): Neu-Erfindung als Online-Spiel-Messe
DPA

Games Convention (Archivbild, 2008): Neu-Erfindung als Online-Spiel-Messe

Messechef Wolfgang Marzin erklärte, die Games Convention Online werde "mehrere Zehntausend Besucher in Leipzig haben, und mehrere Millionen Besucher in der ganzen Welt." Letzteres will man über ein flankierendes Online-Event erreichen, übers Netz würden "Millionen Gamer zugeschaltet", die dann "live" an der Messe teilnehmen könnten. Partnerland der neuerfundenen Messe soll das Online-Spiel-verrückte Südkorea werden.

Stattfinden soll die neue Messe vom 31. Juli bis 2. August. Den alten Termin Ende August hatte das Kölner Konkurrenzunternehmen Games Com, das der Branchenverband BIU in diesem Jahr erst mal unterstützen wird, den Leipzigern weggeschnappt.

Browser- und teilweise auch Client-basierte Spiele, wie sie Bigpoint und Gameforge anbieten, sind in der Tat ein boomender Wachstumsmarkt. Bigpoint-Sprecher Nils-Holger Henning glaubt: "Im Bereich Online und Casual Gaming ist der Bedarf an Austausch hoch, das beweisen international etablierte Fachmessen."

Ob die neue Messe die Fans jedoch ähnlich inspirieren wird wie die alte, zur Kultveranstaltung herangereifte Games Convention, ist fraglich. Eine wichtige Rolle wird spielen, ob die großen Online-Spiel-Anbieter wie Blizzard Entertainment ("World of Warcraft"), Sony ("Everquest") oder Codemasters ("Herr der Ringe Online") an der Messe teilnehmen werden.

Das jedoch scheint zumindest fraglich - aus Leipzig verlautete auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE zunächst nur, die eigentliche Anwerbe-Phase beginne gerade erst. Sony und Activision-Mutterfirma Blizzard zumindest gehören aber dem BIU an - und der hat sich auf Köln als Messestandort festgelegt.

cis

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